Schule NEU

 


 

Ich weiß, Träume können wahr werden!!!

 

Wenn einer allein träumt, ist es nur ein

Traum. Wenn viele gemeinsam träumen, ist

das der Anfang einer neuen Wirklichkeit.

 

Friedensreich Hundertwasser 

 

Mein größtes Ziel ist, an einem Umdenken, an einer NEUEN SCHULE beizutragen, in der die Liebe zu sich selbst und zum Nächsten der Boden allen Schaffens ist, in der jeder einzelne Mensch sich wahrgenommen, angenommen und wertvoll fühlen kann.

Das sind die Grundpfeiler jeder Kreativität, jeden Erfolgs und jeder Freude! Ja, das klingt wie ein Traum. Allein, wenn immer mehr Menschen mit mir mitträumen, sich gut fühlen dabei, hoffen und sich dann vielleicht auch dafür einsetzen, kann der Traum wahr werden - irgendwie, irgendwo, irgendwann! Und wenn der Traum nicht wahr wird, dann hatten viele Menschen gute Gefühle - schlecht?
 

 Schreibt mir bitte: dorisgetreuer@ymail.com

 

Was wünsche ich mir als Elternteil für mich und

meine Kinder?

Was wünsche ich mir als LehrerIn für mich und

meine SchülerInnen?

Was wünsche ich mir als BeobachterIn?

Was wünsche ich mir als SchülerIn für mich in

meiner NEUEN SCHULE?

 

Ich stelle Eure/Ihre Träume auf diese Seite und Ihr/Sie sagt/sagen mir, ob Ihr/Sie anonym bleiben wollt/wollen, oder nicht!

 

Ich freue mich darauf!

 

Alles Liebe

Doris Getreuer

 

 

:-) Ein Zuckerl zum Thema von Sir Ken Robinson

 

:-) und noch ein Zucker: Die neue Ich-kann-Schule

 

Ich möchte ein wirklicher Lehrer sein dürfen,
nicht bloß eine vakante Planstelle ausfüllen müssen,
nicht meinen Vorgesetzten ein willfähriger Untergebener sein müssen,
nicht den Lehrplan vollstrecken müssen,
nicht Unterricht vollziehen müssen,
nicht den Lehr- bzw. Vollzugsnachweis führen müssen,
nicht die Kinder dazu nötigen müssen,
dass sie sich unterwerfen müssen,
dass sie sich einfügen müssen,
dass sie willig sein müssen,
dass sie mitmachen müssen,
dass sie nicht aufmucken dürfen,
dass sie mir meine Fehler nicht sagen dürfen,
dass sie meinen Kollegen und meinen Chefs ihre Fehler nicht sagen dürfen,
dass sie nicht intelligenter als der Lehrer sein dürfen.
Ich möchte ein wirklicher Lehrer sein dürfen, einer den das Lernen so fasziniert, dass er damit alle mitreißt.
Nicht nur die Kinder.
Auch die Kollegen.
Und den Chef.
Und seinen Chef.
Einfach alle.

Franz Josef Neffe
Ich-kann-Schule-Leherer


Franz Josef Neffe
Deutsches Coué-Institut für Problemlösung
89284 Pfaffenhofen - Beuren, Webergasse 10
Tel. 07302 - 5580, Fax 07302 - 920327
www.coue.org E-Mail: coue@fjneffe.de

 

:-) lauter Zuckerln: Treibhäuser der Zukunft

 

:-) Karl Raimund POPPER (1902-1994)


"Wenn ich an die Zukunft dachte, träumte ich

davon eines Tages eine Schule zu gründen, in der

junge Menschen lernen könnten, ohne sich zu

langweilen; in der sie angeregt würden, Probleme

aufzuwerfen und zu diskutieren; eine Schule, in

der sie nicht gezwungen wären, unverlangte

Antworten auf ungestellte Fragen zu hören; in der

man nicht studierte, um Prüfungen zu hören; in

der man nicht studierte, um Prüfungen zu

bestehen, sondern um etwas zu lernen."

(Ausgangspunkte 1994, S. 51)

 

:-) WIN-FUTURE - Ein Bildungsnetzwerk

 

:-) Themenzentrierte Interaktion von Ruth Cohn

 

:-) Sudbury-Schulen - Selbstbewusstes Lernen in Freiheit und Verantwortung

 

:-) Mehr Wissen über: Jungs

 

:-) Lernwelt - Die Mischung aus Theorie, Praxis & Lerntechniken der Zukunft macht die Lernwelt zu einem Portal der unbegrenzten Möglichkeiten.

 

:-) aus dem Handbuch des Krieger des Lichts

(Paulo Coelho) von Reinhart Kargl  zusammengestellt

 

:-)ZUVOR EINE ANREGUNG von Paul Celan
 
Manche Menschen wissen nicht,

wie wichtig es ist,

dass sie einfach da sind.

Manche Menschen wissen nicht,

wie gut es tut,sie nur zu sehen.

Manche Menschen wissen nicht,

wie tröstlich ihr gütiges Lächeln wirkt.

Manche Menschen wissen nicht,

wie wohltuend ihre Nähe ist.

Manche Menschen wissen nicht,

wie viel ärmer wir ohne sie wären.

Manche Menschen wissen nicht,

dass sie ein Geschenk des Himmels sind.

Sie wüssten es,

würden wir es ihnen sagen.

 

 

"In der Schule sind wir alle gleich - wenn die Ziege schwimmen lernt ...

Es gab einmal eine Zeit, da gingen alle Tiere in die Schule. So schnell sie konnten, begaben sie sich zum Unterricht. Am ersten Schultag saßen sie aufgeregt in ihren Bänken und waren neugierig. Als die Lehrer die Stundepläne vorlasen, waren viele Ooohs und Aaahs zu hören. Es gab aber auch manche Iiihs und Buuhs.

Dann begann der Unterricht. Die Ente hatte in der ersten stunde Schwimmen. Das machte ihr Spaß, denn schwimmen konnte sie gut. Am Ende der Stunde schwammen alle um die Wette. Die Ente erreichte als Erste das Ziel, sie war sogar noch schneller als der Lehrer. Zufrieden schnatternd watschelte sie zur nächsten Unterrichtsstunde, zum Klettern.

Beim Klettern gab sich das Pferd gerade besonders viel Mühe. Es war nämlich schon beim Flugunterricht unangenehm aufgefallen. Im Fliegen hätte es beinahe eine Fünf bekommen und sollte jetzt Nachhilfeunterricht nehmen. Der Kletterlehrer kommandiert gerade: "Erst die Arme, dann die Beine." Laut schnaufend klammerte sich das Pferd mit den Vorderhufen an den dicken Baumstamm, dann nahm es die Hinterhufe dazu. "Jetzt bloß nicht loslassen", dachte es. "Braves Pferd", sagte der Lehrer und war zufrieden. Das Pferd war erleichtert. Aber es kam sich auch ein bisschen blöd vor.

Jetzt war die Ente an der Reihe. Sie versuchte, mit den Flügeln den Baum zu umklammern. Aber sosehr sie sich auch gegen den Baumstamm drückte, der Pürzel war einfach im Weg. "Geht nicht", schnatterte sie, "geht überhaupt nicht." Der Lehrer runzelte die Stirn. Und als der Fisch zum achten Mal versuchte, sich mit dem Maul am Baum festzusaugen, und wieder der Länge nach auf die Erde plumpste, konnte der Lehrer nur noch mit den Achseln zucken. Dieser Schüler war ein hoffnungsloser Fall! Aber der Fisch hatte Glück. Gerade als der Lehrer ihm eine Fünf in sein Notenbuch schreiben wollte, ereignete sich ein Skandal.

Der Fluglehrer schrie so laut, dass alle Tiere aufhorchten und neugierig zum Flugfeld liefen. Mit rotem Kopf beugte sich der Lehrer über die kleine grünorange gestreifte Raupe mit den Klebefüßen. "Du hast dir also alles genau überlegt!", schrie er zum dritten Male. "Ja", piepste die kleine Raupe. "Ich habe mir überlegt, ich muss jetzt nicht fliegen. Jetzt habe ich erst einmal Hunger und bis zum nächsten Ball kann ich auch kriechen. Ich muss jetzt nicht fliegen. Das kann ich vielleicht später einmal lernen." Daraufhin flog sie trotzdem, aber von der Schule - wegen allzu frechen Betragens.

Der Elefant war am Anfang noch ganz gut im Um-die-Wette- Rennen. Aber dann musste auch er Nachhilfeunterricht im Fliegen nehmen. Er rannte wütend über das Flugfeld und flatterte mit den Ohren. Mit dem Rüssel machter er "tröööt". Nach vier Stunden konnte er noch immer keinen einzigen Zentimeter vom Boden abheben. Da ließ er sich in eine große Pfütze fallen und weinte. Er hatte ganz und gar versagt, das konnte er nicht verkraften. Der Lehrer schaute ihn verwundert an. "Du musst dich schon ein bisschen anstrengen", sagte er. "Fliegen ist doch wahrhaftig nicht schwer."

Die Ameise wurde als Fall für die Sonderschule angesehen. Der Schwimmlehrer und der Fluglehrer gaben sich die größte Mühe, aber die Ameise zeigte keinerlei Interesse. Höflich wartete sie stets deren Erklärungen ab, um danach sofort wieder ihrer Lieblingsbeschäftigung nachzugehen. Sie las den nächstbesten Brocken vom Weg auf, obwohl der dreimal so groß war wie sie selber, und schleppte ihn auf den Ameisenhaufen. Der Kletterlehrer war von diesem Kraftakt begeistert. Er nahm die Ameise jedes Mal in Schutz, wenn die anderen Lehrer "Problemschüler" zischelten und "Man muss streng durchgreifen" murmelten. "Aber, aber, liebe Kollegen!", sagte er dann milde lächelnd.
.....................

Am Ende des Schuljahres konnte kein Tier mehr etwas sehr gut. Alle hatten nur noch Dreien und Fünfen im Zeugnis. "Unsere Schüler sind einfach gänzlich unbegabt", sagten die Lehrer und schüttelten ihre Köpfe.

Da wussten die Schüler erst gar nicht, was sie tun sollten. Schließlich schwammen der Fisch und die Ente um die Wette. Der Elefant und das Pferd rannten über die Wiese, die Ziege und die Raupe fraßen saftige grüne Blätter, bis sie überhaupt nicht mehr konnten, und die Ameise baute sich einen schönen großen Ameisenhaufen. Und jeder machte seine Sache richtig gut. "

Entnommen aus dem Buch: "Wenn die Ziege schwimmen lernt" - ISBN (13): 978-3-7898-1003-9

 

 

  Reinhart Kargl

 

Liebe Doris,

 

sehr lange habe ich versucht meinen Traum von einer neuen Schule zu formulieren.

Es gibt so viele liebe Träume und Wünsche zu diesem Thema, die ich alle von ganzem Herzen unterstreiche.

Nun habe ich etwas gefunden, das all meine Vorstellungen und Träume wunderschön zusammenfasst.

Es ist ein Spruch über dem Eingang einer tibetischen Schule!

 

 

Wenn ein Kind kritisiert wird, lernt es, zu verurteilen.

Wenn ein Kind angefeindet wird, lernt es, zu kämpfen.

Wenn ein Kind verspottet wird, lernt es, schüchtern zu sein.

Wenn ein Kind beschämt wird, lernt es, sich schuldig zu fühlen.

 

Wenn ein Kind verstanden und toleriert wird, lernt es geduldig zu sein.

Wenn ein Kind ermutigt wird, lernt es, sich selbst zu vertrauen.

Wenn ein Kind gelobt wird, lernt es, sich selbst zu schätzen.

Wenn ein Kind gerecht behandelt wird, lernt es, gerecht zu sein.

 

Wenn ein Kind geborgen lebt, lernt es zu vertrauen.

Wenn ein Kind anerkannt wird, lernt es, sich selbst zu mögen.

Wenn ein Kind in Freundschaft angenommen wird, lernt es, Liebe in der Welt zu finden.

 

 

Liebe Grüße

Reinhart

 

 

 

 

  Vivien

Hallo, ich bin Vivien und 12 Jahre jung und so würde ich mir unter anderem die Schule wünschen.
Ich wünsche mir meine Schule so das dort nette Lehrer sind und sie sollen auch lustig sein, zwischen durch auch mal Mathe Deutsch, auch mal ein bisschen Englisch. Es sollen aber nur 6 stunden Schule sein.
Ich möchte das wir viel mehr Musik und Sport haben, da mich genau diese beiden Dinge sehr interessieren und ich Spaß daran habe.
Die Schule soll natürlich klein sein weil ich mich sonst nicht Auskenne. Sie soll auch bunt sein, einen großen Spielplatz haben so das wir in den Pausen auch spielen können.
Auch würde ich mir wünschen das die Klassen nicht mehr so viele Schüler haben.

Liebe Grüße von Vivien

 

 

  Isabelle Winkler

Also, jetzt hab ich mal zeit, jetzt misch ich mich hier auch ein bisschen ein :P ich habe eben die kommentare auf der website gelesen, von schulen, die auf individuelle talente besonders eingehen, etc. etc. Und ich wollte anmerken, dass es so etwas schon gibt! Ja, nicht bei uns, ich weiß. Leider.

Ich mache gerade ein auslandssemester in kanada, und erlebe so etwas hier! Es war wirklich sehr überraschend zu anfang, denn ich hätte es mir so nicht erwartet. Obwohl ich erst 15 bin, besuche ich hier die 12. Klasse, also kann ich nur sagen, was ich da sehe, aber ich weiß, dass ab dem 10. Jahr nur noch englisch, mathematik, und "science" pflicht sind, der rest wird gewählt. Im 12. jahr ist nur noch englisch pflicht, die schüler wählen fächer in die richtung, die sie interessiert, wo sie sachen lernen können, für das sie ein wirkliches talent haben. Was das resultat ist? Ja, die allgemeinbildung ist vielleicht nicht die gleiche wie unsere in europa (obwohl wir ja auch einen riiesenteil wieder vergessen), aber in sachen, wofür schüler interesse haben, sind sie wirklich, wirklich gut. Ich habe beispielsweise als ein fach video gewählt, und es ist wirklich waahnsinnig interessant. Weiters steht auch ein internat. videokontest im kalender, und die schule ist fest davon überzeugt, dass sie diesen gewinnt. Und ich hab daran auch keinen zweifel, das potenzial ist wirklich da (und hat auch schon in letzten jahren zu ziemlichen erfolgen beigetragen) aber wer sagt denn, dass es solch talente für jetzt beispielsweise film nicht auch bei uns gibt? Natürlich gibt es sie, aber werden sie entdeckt? Nein. Weil schüler nicht die möglichkeit bekommen, sich damit zu beschäftigen, und zu sehen, was wirklich ihr ding ist. Das endet dann meist damit, dass der größte prozentanteil wirtschaft, jus oder medizin studieren geht (obwohl da ja noch so viel mehr wäre). Ich habe auch nicht gewusst, dass die "video" so viel spaß machen kann. Aber ich habe es auch nie davor ausprobiert.

Das jedoch war nur ein beispiel. es gibt davon noch unzählige mehr: hier werden fächer wie "writer´s craft", "international business, photography, musicband, etc. etc.) unterrichtet.

Und das außerdem nicht alles so theoretisch, wie ich es von zu hause gewohnt bin, sondern es wird vielmehr praxis durchgeführt. Also, ich wollte damit nur kurz erwähnen, dass es so etwas in der art schon gibt, leider nicht bei uns. Einigen gefällt die idee dieser schulen nicht (schulen in amerika allgemein gelten ja bei uns oft als schlecht und leicht usw. - was ich nicht unbedingt sagen würde, meiner meinung nach sind sie nur viiel spezialisierter), ich, ehrlich gesagt, bin noch niemals sooo wahnsinnig gern in die schule gegangen, und hab sogar zu haus so viel gelernt für die schule (weil ich jetzt dinge lerne, die mich interessieren) wie bisher. (obwohl ich mir nie schwer getan hab in der schule, finde ich diese spezialisierung viel besser. Nicht nur, damit schüler, die sich in manchen gegenständen schwerer tun, diese meiden können und sich etwas anderes aussuchen können, sondern weil ich finde, dass es ein riesenschritt mit bedacht an die zukunft jedes einzelnen ist. :)

 

Sona Gamburjan (14)

 

Die Lehrer und Lehrerinnen sollen keine Hausübung geben. Die Schüler entscheiden was sie in der Stunde machen wollen. Lehrer sollen immer nett sein und nie schreien. Am liebsten hätte ich, dass die Lehrerinnen und Lehrer immer, wenn die Schüler und Schülerinnen mich nerven, ihnen erklären, dass sie das nicht tun sollen. Bei den Ausflügen will ich, dass die Schülerinnen oder Schüler entscheiden können, was sie tun wollen. Ich habe da ein paar Beispiele: Wenn wir ins Kino gehen, würde ich sagen, gehen wir lieber ins Donauplex Cineplexx oder Cineplexx Reichsbrücke .Wir gehen immer ins Votivkino, das ist nicht so interessant. Oder ich wünschte mir, dass wir einmal auch ins Museum gehen könnten, zum Beispiel ins Naturhistorische Museum, das wäre toll. Einmal würde ich auch ins Theater gehen wollen, das wäre total klasse. Am meisten würde mir Spaß machen, wenn wir einmal ins Planetarium am Praterstern gehen könnten. In der Schule sollte es nichts geben, was für mich zu schwierig ist.  

 

 
  Ines Bauer
MHO-Gruppe

Mein Mann Jochen und ich sind stolze und glückliche Eltern eines gesunden Sohnes und betreuen einen geistig behinderten jungen Mann, der mittlerweile auch bei uns wohnt.
Für unseren Sohn wünschen wir uns auch eine „Neue Schule"; hier ein paar Ideen und Wünsche dazu: 

Wir wünschen uns ganz viel Bekanntes aus den Waldorfschulen. Leben von und mit der Natur; Musik und Bewegung sollten genauso selbstverständlich angeboten bzw. gefördert werden wie Selbständigkeit, Toleranz, Liebe, Integration, Menschlichkeit. Den Fokus auch auf Heilkunde und spirituelles Wissen, Talente-Förderung und die Besonderheit jedes einzelnen Menschen lenken. Und auch die Sprachhygiene ist ein wichtiges Thema. EINFACH vermitteln, dass wir alle ein großes WIR ergeben und dass jeder etwas ganz Besonderes ist. Danke.

 

 Monika Blattner

Ich träume von einer Schule in der alle Wesen ihre Potenziale ganz leicht, freudvoll, kreativ und spielerisch leben können und sich auf einmalige Weise be-reichern; den Himmel auf Erden trifftt es ganz gut! :-)

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Liebe Doris!

Nennung und Foto ist von meiner Seite her nicht nötig.
Mir geht es um die Verbreitung von Bewusstsein, da braucht es kein Copyright ;-) und auch keine Namen, nur die Entscheidung etwas zu tun.

Ich danke dir sehr für deine nun folgenden Zeilen!

Alles Liebe Doris

 

Das Haus des KindSeins


Es ist das Haus in dem die Stimmen jedes Kindes gehört sind, auch die stillen.

Es ist das Haus in dem jedes Kind in all seinem Sein erkannt und gewürdigt ist.

Es ist das Haus in dem jedes Kind bekommt, was es braucht, um sich in seinem Sein frei zu bewegen.

Es ist das Haus, in dem jedes Kind in seinen Sinnen gefördert ist.

Es ist das Haus in dem jedes Kind für all sein Sein geliebt ist!

Ich danke Dir, Kind, denn Du machst dieses Haus zu dem was es ist.

Ich ehre Deine Gedanken Jetzt und unterstütze Dich in Deinem Sein, auch wenn ich manches noch nicht verstehe und begreife. .

Ich danke Dir für die Erkenntnisse, die ich durch Dein Sein habe.

Ich danke Dir, dass Du zu mir gekommen bist und mein Leben mit noch mehr Licht, Freude und Liebe erfüllst.

Ich freue mich, dass ich Dich einen Teil Deines Weges begleiten darf und möchte Dir ein würdiger Gefährte sein.
So soll es sein, weil ich es so will.

Ich bin erfüllt von Freude und Dankbarkeit.

 

 

  Barbara Hassler

Ich arbeite selbst mit Kindern und habe ein Projekt in die Welt gerufen,
wo ich verschiedene Bereiche mit der Bewegung einfließen lasse.

Mein Projekt heißt : Spiele mit der Wirbelsäule - Felix-fit und Max-Krumm

Das Programm kommt in den Schulen gut an, jedoch ist es immer wieder ein Problem mit der Finanzierung, da die Eltern es selbst bezahlen müssen, ich würde mir wünschen, viel mehr Bewegung in den Schulen mit einfließen lassen zu können, weil ich aus meinen Erfahrungen merke wie wichitg es ist.

Da ich selbst seit vielen Jahren mit Kindern arbeite, sehe ich, mein Anliegen ist und bleibt die Bewegung mit pädagoischen Inhalten, da vieles mit der Bewegung noch besser in den Körper fließt.

Ich möchte noch dazu anführen, dass ich auch Seminare über "Entspannter Umgang mit Kindern" anbiete, wo verschiedene Bereiche abgedeckt sind, unter anderem Ernährung nach den fünf Elementen, Begleitung mit Liebe, Sprache der Liebe, Tipps für den Alltag und vieles mehr.

 

 

Andrea Nagel

www.casaelsiroco.com
www.ambiente-konzept.com 

Liebe Doris!

Meine Tochter ist schon erwachsen. Und wenn ich an ihre Schulzeit zurückdenke, dann mit einem Schaudern.
Irgendwann einmal haben wir gemeinsam beschlossen, dass ich nicht mehr zu den Elternabenden gehe, weil ich mich meist, oder besser gesagt, immer mit den Lehrern gestritten habe.
Warum? Weil ich der Auffassung bin, dass man Menschen, Kinder nicht in ein Korsett zwingen, über einen Kamm scheren kann.
Jeder Mensch hat seine Stärken und Schwächen.

In Costa Rica hatte ich so eine Idee in der Planung eines Waisenhauses mit integrierter Schule. Die freie Entfaltung und Förderung eben dieser oben genannten Eigenschaften, jedes einzelnen Kindes. Lehrer, die die Kinder führen! Wirklich führen! Jedes einzelne Kind ihre "Beruf-ung" findet. Die in ein Leben entlassen werden sollten, das sie bereichert!
Eine harte, zeitaufwendige, zuwendungsbedürftige Arbeit. Jedoch - glückliche Kinder. Glückliche Jugendliche. Glückliche Erwachsene. Ein geglücktes Leben!

Ich denke, das wäre das Wichtigste!

Liebe Grüße und viel Erfolg

Andrea

 

 

Liebe Doris,


richtig schöne Idee...neue Fächer wie Traumkunde, Intuitionslehre, Inspirationslehre und Spiritualität kehren wieder ein...

für Eltern gibts eine Abendschule, in der sie sich und ihre Kinder kennenlernen...und begreifen...

Lehrer werden alle 3 Jahre von ihren Schülern, den Eltern und Lehrern bewertet, genau wie die Schulen...

es wird gewerkelt, gemalt, geschauspielert, in die Sterne geguckt...usw.

alle "überflüssigen" Fächer verschwinden erst einmal, bis die Kinder in der Lage sind...sich selbst zu spüren und zu erfahren, ihre Neigungen und Fähigkeiten erfahren...schwach und stark sein dürfen...

es gibt Naturcamps, Abenteuercamps und ganz viel Lachen und natürlich auch Lerncamps...

Es wird gar nicht so lange dauern, heute gibt es schon verschiedene Ansätze...vielleicht gehen auch Unternehmen mit gutem Beispiel voran...die die verschiedensten Fähigkeiten und Fertigkeiten zu starken Teams zusammenfügen...nach dem Motto "Sechse kommen durch die ganze Welt"...

Es werden starke, selbstbewusste, sich selbst erfahrende Kinder sein..warts ab...:-)))

schönen Abend

LG Lutz Richter
LURICON Immobilienmanagement

 

 

   Andreas Bäumken

 

Hallo Doris,

schön das Du Dich für die Kinder unter anderem einsetzt. Ich möchte Dir mal einen Link hier herein zaubern, mit der Annahme, dass Du diesen noch nicht kennst: http://www.coue.org/ichkannschule.htm

Ich würde mir wünschen, dass die Kinder Achtung, Respekt beigebracht bekommen gegenüber dem anderem ich.

Dann würde ich mir wünschen, dass die Kinder wieder lernen dass Zusammenhalt und Gemeinschaft eine Menge bewirken kann.

Beispiel: Es ist Sommer, sehr warm, ein Kind fragt, ob nicht Hitzefrei möglich ist? Sicherlich wird dieses eine Kind nichts bewirken und die anderen lachen das Kind nur aus.

Was aber wenn alle Kinder der Schule sich einig wären?

Ich muss Dir recht geben, dass alle nur über die Schulsysteme lästern und sich beschweren, so wirklich den Mut aufzubringen dafür etwas zu tun, damit sich etwas ändert, haben nicht viele. Reden können viele, aber spätestens bei dem Handeln da hapert es.

Es ist an der Zeit, dass diese maroden Systeme abgelöst werden, damit Platz für NEUES ist, aber so neu ist das gar nicht, bei uns gab es das schon noch teilweise. Aber im Laufe der Zeit wurde wohl so Einiges einfach unter den Tisch gekehrt, oder einfach vergessen.

Grüße aus dem schönen Stuttgart

Andreas Bäumken

 

 

  Sandra Uhling

Hallo Doris,

eine sehr gute Idee. Diese beschäftigt mich selber auch. Und leider ist sie auch sehr aktuell, wegen der ganzen Amokläufe.

Also ein paar Ideen von mir:
* Schule muss Spaß machen! Und zwar für alle!
* Eine Multi-Kulti-Schule mit sehr vielen Kulturen fände ich super.
* Es gibt kein "3er Sytsem": Hauptschule, Realschule, Gymnasium, sondern jeder wird Fächerweise eingestuft.
* Es gibt eine Schuluniform.
* Nachmittags gibt es coole AGs.
* Schüler und Schülerinnen sind aktiv beteiligt: Entscheidungen, Verbesserungen, ...
* Es wird von den SchülerInnen erwartet, dass sie eine eigene Meinung haben und dies wird gefördert
* Die LehrerInnen sind sehr gut ausgebildet und pädagogisch geschult.
* LehererInnen sind keine Beamte mehr.
* Das ganze Schulsystem wird überarbeitet.
* Der Unterrichtsstoff wird extrem überarbeitet: Welche Inhalte sind wichtig, welche nicht.
Weniger ist mehr! Es wird versucht möglichst viel praxisnah zu vermitteln.
z.B. Funktion und das Verstehen von Handyrechnungen
* Viel Sport, der aber Spaß macht.
* Die Hausaufgaben werden in der Schule nachmittags betreut gemacht.
* Moral und ein Miteinander wird vermittelt.
* Es gibt das Fach: Gesundheit
* SchülerInnen helfen sich gegenseitig. Dieses Verhalten sollte belohnt werden
* und natürlich: soweit es möglich ist, sollten auch Kinder mit Behinderungen zur normalen Schule gehen können.


Bei Extremfällen, wie Mobbing, wird nicht weggeguckt sondern mit Hilfe von Experten versucht das Ganze mit allen! Betroffenen zu klären.

 

 Sind neue Ideen fürs Studium auch willkommen?

Ich wünsche mir aktuellere und viel bessere Lehrmaterialien.
Sie sollen am Ende das Wissen vermittelt haben: Gute Grundlagen, die ohne Probleme erweitert werden können. Die Vermittlung des Wissens sollte so aufgebaut sein, das man einfach schnell verständlich etwas lernt. Wo man nicht aufgeben muss, weil die Informationen zu unverständlich vermittelt werden.

Ich wünsche mir das die Profs auch mal etwas vom Markt nehmen. Ein gutes Buch oder einen guten Link. Warum können wir in Mathe nicht die www.mathe-cd.de nehmen? Warum müssen wir ein Mathe-Lexikon verwenden, das kaum jemand versteht? Mehr Übungen wären auch super.

Auf der anderen Seite wünsche ich mir aber auch Studenten, die selbstständig denken und anderen helfen. Die zwar kritisieren, aber in einer konstruktiven Weise, so dass die nächsten es besser haben und die Qualität steigt. Fehler werden gemeldet und drauf hingewiesen wie sie richtig wären. Verbesserungsvorschläge sollten normal sein.

Wir benötigen keine hochkomplizierten Erklärungen oder Animationen, Spiele, was auch immer. Ein einfacher Text mit Bildern hilft manchmal viel mehr. Die Qualität der Informationen ist wichtig, nicht die Art der Informationen.

Bei mir im Studium liegt die Bestehrate bei 5%, Und das liegt nicht daran, das die Leute dumm sind. Es lieg eher daran das die Anforderungen zu hoch sind, die Studenten kein Feedback geben, sie sich nicht gegenseitig helfen usw.

Grundlagen hierfür werden in der Schule gelegt. Denn alle Studenten waren mal Schüler.

 

Viele Grüße,

Sandra

 

 

Rainer Korn

 

Hallo Doris,

danke für die Einladung zum Träumen.
Eigentlich brauche ich gar nicht mehr zu träumen, denn mein Traum ist schon Wahrheit.
Allerdings nicht hier in Hannover, sondern in Stockholm bei der Skarpnäcks Free School.
Sie baut auf Prinzipien der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) nach Marshall Rosenberg auf.
http://www.skarpnacksfriaskola.com (leider auf Schwedisch).

Eine Beschreibung der Entwicklung der Schule auf Englisch:
http://www.gfk-training.com/dokus/goethlin-SkarpnacksFreeSchool-draft2007.pdf

Ein Beitrag zu GFK im Schulsystem:
http://www.gfk-training.com/dokus/goethlin-NVCintheSwedishschoolsystem.pdf

Ich hatte das Glück, die Initiatiorin der Schule, Marianne Göthlin, kennen zu lernen.
Ich bin ganz begeistert davon, wie sehr die Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigt werden: Schüler, Lehrer und Eltern.

Das ist auch schon mein Traum: dass alle zusammen an einem Strang ziehen. Und dass es nicht immer wieder Schüler gegen Lehrer, Eltern gegen Lehrer, Lehrer gegen alle oder wie auch immer geht. Nur wenn alle berücksichtigt werden, dann kann das System Schule funktionieren.

Herzliche Grüße

Rainer Korn

 

 

  Ulrike Gerloff

Danke für das Thema! Habe in letzter Zeit dazu mit einigen Bekannten diskutiert. Ich finde,

* die Ausbildung muss bundesweit einheitlich sein, um allen gleiche Chancen zu gewähren,
* die Schulen sollten mit externen Trainern zusammenarbeiten, um
* gesellschaftliche und politische Bildung zu gewährleisten ohne Ideologien zu verbreiten (wenn ich mir ansehe, was Jugendliche über unser Land wissen, gruselt es mich. Das sind die Nicht-Wähler von morgen)
* den Kindern frühzeitig wirtschaftliche Zusammenhänge zu vermitteln - wie sie derzeit sind und wie sie ganzheitlich betrachtet künftig sein könnten, denn sie sind die Weltverbesserer von morgen.
* Kindern beizubringen, wie sie sich Ziele setzen und Schritt für Schritt umsetzen, wie sie sich selbst motivieren und mit Stress und seelischem Druck besser umgehen können, denn den haben sie nicht erst als Erwachsene,
* zu vermitteln, respektvoll und tolerant mit anderen Lebewesen umzugehen,
* ihr eigenes Licht zu finden und ihr Selbstbewusstsein zu stärken.

Dann könnten sich viele Probleme auflösen und die sich derzeit häufenden Meldungen über Amokläufe, brutale Überfälle und mangelnde Allgemeinbildung Jugendlicher seltener werden, denn diese Auswüchse sind nur ein Ausdruck von Hilflosigkeit, mangelnden Selbstwerts und Respekts. Ein Hilfeschrei derer, die ihre Situation nicht mehr aushalten, weil sie nicht gehört werden. Die einen reagieren viel zu jung mit Desinteresse und Resignation. Andere verschaffen sich Aufmerksamkeit, indem sie um sich schlagen.

Wenn wir Kinder sich selbst und der Erziehung durch Videospiele und Medien überlassen, müssen wir uns über die Ergebnisse nicht wundern. Und das gilt nachweislich quer durch alle Bevölkerungsschichten. Fördern durch fordern! Kinder müssen Aufgaben und Herausforderungen haben, um stark zu werden und stolz auf sich sein zu können. Sie brauchen Strukturen und auch in gewissem Maße Grenzen. Gerade als Jugendlicher testet man Grenzen aus. Und wenn einem keine gesetzt werden, fehlt die "Reibung". M.E. die Ursache für das teilweise extreme Verhalten mancher Jugendlicher. Wenn wir Kinder und Jugendliche endlich wieder als Gesellschaft ernst nehmen, werden sie uns auch ernst nehmen und sich positiv entwickeln. Da bin ich ganz sicher."

 

 

  Grigorij Gromyko

 

Unterricht zu Zweit - 10 Minuten-Video - in der Grundschule - Deutschland - www.paarschool.com/de

Moritz von Poser - www.2lern.de 

 

 

  Cäcilia Brodesser

Pädagogin und Autorin

Das Institut 33 wurde im Jahr 2000 gegründet aus dem Bedürfnis heraus, eine Plattform zu schaffen, um Kindern, Eltern und Lehrern, die aus den alten Strukturen ausbrechen wollen, Beratung und Begleitung zu geben, um neue alternative Wege zu finden, wo Schulgeschichte neu geschrieben wird.
Das Konzept des
HALOAH-Lernzentrums ist durch die Zusammenarbeit von Kindern, Eltern und Lehrern für Kinder, Eltern und Lehrer entstanden.
 

Freudvolles und liebevolles Miteinander

Spielerisches Lernen mit allen Sinnen erfahren

Freude statt Stress

Freiheit innerhalb gemeinsam festgelegten Regeln und Grenzen

Positiv aufbauendes Feedback statt oberflächliche Zensuren

Pädagogik nach M. Montessori, R. Wild, Waldorf und Freinet

Projektbezogenes Erarbeiten des Unterrichtsstoffes in der Klasse wie auch in der Natur

Bewegungs- und meditative Entspannungsübungen

Ganztägige Betreuung

Gegenseitige Achtung und Wertschätzung, partnerschaftliche Zusammenarbeit

Anschauliche Vorbereitung aufs Leben (Kreatives, Handwerkliches, Praktisches, Exkursionen)

Ständige Begleitung und Beratung

Supervision und Austausch von Kindern, Eltern und Lehrern

Vorträge, Seminare und Workshops zu dem Thema (auch von externen Fachleuten)

Fließendes Konzept und ständige Erweiterung des Horizontes
  
Da das HALOAH-Lernzentrum als eine aufbauende Schule geführt wird, wenden wir uns mit unserem Angebot vor allem an Eltern mit Kindern von 6 -15 Jahren, welche unsere Schule bis zum Ende der Pflichtschule besuchen können.
Vorerst wird unsere Schule in Form des häuslichen Unterrichts geführt. Die Aufstiegsprüfungen finden an öffentlichen Schulen statt. Wir streben die Erlangung des Öffentlichkeitsrechtes an.
Wir freuen uns, Sie kennenzulernen, wenn unsere Idee Ihr Interesse geweckt hat.

33 Tipps für den Umgang mit Kindern der Neuen Zeit von Cäcilia Brodesser

 

  Birgit Bauer

Autorin

Damals war alles anders! Von Birgit Bauer

Nein, nicht aufhören zu lesen, es geht um die Erinnerungen, die uns wohl am meisten prägten. Die Erinnerungen an die Kindheit und die Schulzeit. Was würden Sie sagen, wenn Sie die Kindheit von heute mit Ihrer Kindheit vergleichen? Damals war alles anders! Oder? Ich würde sogar behaupten, damals war alles besser.

Meine Generation hatte Zeit. Wir konnten nach Herzenslust das Leben erkunden und hatten den Luxus, Spaß haben zu dürfen. Lachen und die Zeit für Streiche und wilde Indianerspiele gab es immer. Der Leistungsdruck in der Schule wuchs mit dem Alter und war somit immer zu verkraften. Wir hatten die Zeit uns in Sachen Sozialverhalten zu testen und zu spielen. Freiraum für Träume war da und wir konnten uns frei entwickeln.

Heute scheinen die Kinder nicht mehr zu wissen, dass ein freundlicher Gruß das Gegenüber erfreut, dass die Natur schön und nicht eklig oder dreckig ist und dass man vom Streicheln einer Katze nicht krank wird. Kinder von heute sind eher Manager als Kind. Ihre Terminkalender sind oft gefüllter als die einer Führungskraft. Anstatt mit Freude und einem Lachen durchs Leben zu gehen, eilen sie verbissen durch den Tag und hetzen von Termin zu Termin. Sozialkontakte finden ausschließlich in den knappen Zeiträumen vor und nach den einzelnen Tagesstationen statt und das, was Kindheit ausmacht, scheint ersatzlos gestrichen. Die Frage ist, woher kommt das? Ist es die Gesellschaft, die uns zwingt, Kinder schon von klein auf zu Verwaltern zu machen oder ist es Ehrgeiz mancher Eltern, die eigene Lücken füllen möchten, sind wir in unserem Wahn, eine Hochleistungsgesellschaft zu sein, bereits so unaufmerksam geworden, dass wir per Regierungsbeschlüssen unsere Kinder bereits im Kleinkindalter zu kleinen Erwachsenen machen, die das Pensum von Managern bewältigen müssen? Ich bin mir nicht sicher, ob jedes Kind mit dem Weg, den es geht, einverstanden ist.

Kinder brauchen eine Kindheit. Mit Spiel, Streit, Lachen und Erinnerungen. Sie benötigen dringend verständnisvolle Lehrkräfte, die sich um ihre Belange kümmern. Mehr Spielraum, im wahrsten Sinne des Wortes. Freiraum für die eigene Entfaltung.
In der Kindheit legen wir den Grundstein für unser späteres Leben, für unsere Persönlichkeit. Diese Entfaltung benötigt Zeit und Raum. Verspielt, verträumt und neugierig, das ist „Kind sein". Entwicklung in Einklang mit Lernpensum und Leistungserbringung. Das Wahrnehmen von Möglichkeiten, ohne die Gefahr, vom Leistungsdruck überfordert zu werden, muss oberste Priorität in Sachen Entwicklungsförderung genießen.

Unsere Kinder sind zu erwachsen und wir sollten uns die Frage stellen, ob es richtig ist, den Kindern heute das zu nehmen, was starke, selbstbewusste und fröhliche Menschen hervorbringt, die trotz aller Verspieltheit um den Ernst des Erwachsenenlebens wissen, ihre Berufserfolge genießen und ihre Erinnerungen an ihre Kindheit zu schätzen wissen. Nicht damit sie einmal mit Neid auf unsere Kindheit zurückblicken und sehnsüchtig behaupten, dass damals eben alles anders, wahrscheinlich besser war.

 

 

Andrea Matter

Forum LernBanane

Hallo Doris!


Ja, ich bin auch am Träumen! Und ich bin daran, meine Träume umzusetzen. Schritt für Schritt :-).

Interessanterweise begegne ich immer mehr Leuten, die das selbe Ziel verfolgen, wie ich. Nämlich: Den Spass in die Schule zu bringen.

Ich selber habe keine Ahnung, wie man so was organisiert und mit wem man reden muss, damit sich schon in der AUSBILDUNG (dies ist mein längerfristiges Ziel) etwas bewegt. Ich als Lehrerin kann zwar im Schulzimmer meiner Klasse Spass am Lernen weitervermitteln, aber so eine richtig grosse BeWEGung, wie ich sie mir vorstelle, ergibt das ja noch nicht. Da muss ich schon mehr tun - nur WAS und WIE?
Interessanterweise begegne ich immer mehr Personen, die davon eine Ahnung haben und mich in die Thematik einführen. ;-)

Mein erster Schritt ist jetzt erst mal alle Lehr- und Lernbegeisterten WELTWEIT zu finden und sie auf einer gemeinsamen Plattform zu vereinen. Dort sollen dann öffentliche Diskussionen zum gehirn-gerechten Lernen stattfinden.
Des Weiteren bin ich daran, mich mit anderen Lehrpersonen aus der Schweiz zusammen zu schliessen und gehirn-gerechte Methoden zu verbreiten.
Und: Es schaut so aus, als ob ich an die richtigen Personen gerate, die auch weiter "oben" etwas bewirken können :-).

Ja, ja. Eins nach dem Anderen - man kann ja nicht alles gleichzeitig angehen :-). Bis der Wandel wirklich stattgefunden hat, wird es vermutlich noch fünf bis zehn Jahre dauern. Aber es beWEGt sich definitiv was!

Grüsse aus der Schweiz
Andrea

 

  OStR. Prof. Mag. Walter Zigmund

SCHULKRITIK IN VERGANGENHEIT UND GEGENWART

In den letzten Jahrzehnten wird die Kritik an der Schule immer größer. In den Sechzigerjahren waren es Fragen der Schulorganisation, der Durchlässigkeit und der Lehrplanreform, die massiv diskutiert wurden. Heute sind es Probleme der Unterrichtsorganisation, der Unterrichtspraxis und der sozialen Verhältnisse in Schule und Unterricht, die die Gemüter aller Beteiligter bewegen. Kritik geübt wird an

- der mangelhaften Berücksichtigung individueller Lernbedürfnisse,
- der "Kopflastigkeit" des Unterrichts und der Vernachlässigung affektiver Ziele,
- der Reduktion komplexer Lehrinhalte auf einzelne Unterrichtsfächer, die zusammenhanglos zu anderen Fächern abgehandelt werden,
- einem oft unbefriedigenden Verhältnis aller an der Schule Beteiligten,
- der Verbürokratisierung der Schule und Bevormundung der Lehrer und
- der Diskrepanz hoher pädagogischer Ziele, die in Lehrplänen und in offiziellen pädagogischen Erklärungen immer wieder zu finden sind, und der Realität, die eher Angepasstheit statt Selbständigkeit und Kreativität fördert und statt sozialem Lernen, sozialem Verständnis, Akzeptanz und Toleranz eher Egoismus und Asozialität begünstigt.


Johann Amos COMENIUS (1592 - 1670) kritisiert die Schulen als "Zwangsanstalten", in denen Gewaltmethoden angewendet werden. Er fordert eine sechsjährige Einheitsvolksschule für alle Kinder ohne Unterschied des Geschlechts, der Standeszugehörigkeit und der Begabung.

In seinem Hauptwerk "Didactica Magna" entwickelt er didaktisch-methodische Grundsätze, die auch noch heute Beachtung verdienen wie zum Beispiel:


- Zuerst das Beispiel, dann die Regel.
- Anschaulichkeit als wichtiger Inhalt für alle Lehrenden.
- Nichts soll auswendig gelernt werden, was nicht verstanden wird.
- Man muss jeden Inhalt so lange behandeln, bis er verstanden wird.


Jean Jaques ROUSSEAU (1712 - 1778) lehnte Schule und Erziehung ab, weil sie keine Rücksicht auf die natürliche Entwicklung und die individuellen Bedürfnisse der Kinder nehme. Lehrer und Eltern erziehen die Kinder zu unselbständigen, angepassten Gesellschaftsmenschen und begünstigen die Entwicklung von Lastern. Der Glaube an das von Natur aus gute Kind bedeutet für den Erzieher, die natürlichen Kräfte des Kindes ohne Beeinträchtigung durch gesellschaftliche Konventionen ungehindert wachsen zu lassen. "Freiheit" ist für Rousseau die einzig zulässige Erziehungsmethode, um das Kind zu Selbstbestimmung und Selbstverantwortung zu führen.


Johann Heinrich BASEDOW (1724 - 1790) kritisiert am protestantischen Schulwesen seiner Zeit unter anderem den Drill. Er bemängelt die Vernachlässigung des Praktisch - Nützlichen, die enge Verbindung von Schule und Kirche, die Nichtbeachtung der kindlichen Eigenheit und die Undifferenziertheit des Schulwesens, insbesondere das Fehlen von Schulen, die auf bürgerliche Berufe hinweisen.


Ellen KEY (1849 - 1926), schwedische Lehrerin und Frauenrechtlerin, veröffentlichte um 1900 ein Buch mit dem Titel "Das Jahrhundert des Kindes", in dem sie, ähnlich wie ROUSSEAU für eine individualistische, am Kinde orientierte Erziehung in Freiheit eintritt. Sie kritisiert, dass in den Schulen der "Jetztzeit" "Seelenmord" betrieben werde, der das von Natur aus gute Kind vernichte. KEY kritisiert weiter die große Diskrepanz zwischen theoretischen Forderungen und der Realität pädagogischer Praxis.


Die Tatsache, dass die Kritik an der Schule über Jahrhunderte hinweg in wesentlichen Punkten gleich geblieben ist, kann durch ihre Hauptaufgabe begründet werden, im Dienste bestimmter kultureller und sozialer Systeme zu wirken. Hier manifestiert sich ein grundsätzliches Problem "gelehrter" Bildung in der Möglichkeit ihrer Instrumentalisierung im Dienste unterschiedlichster Ziele. Trotz verschiedener Reformen sind das Schulwesen und die Unterrichtspraxis nach wie vor gesellschaftssystem- und nicht individuumsorientiert. Gesellschaftliche Systeme entwickeln eigene Regeln und Praktiken und wehren Maßnahmen, die auf Veränderung abzielen, ab. Sie sind bestrebt, ihre Wichtigkeit und Unentbehrlichkeit zu rechtfertigen und entwickeln eine Eigen-dynamik, die in Auffassungen und Praktiken eher dem System als den vorgegebenen Zielen dienlich sind wie:


+ die Überbewertung kognitiver Lernleistungen,
+ das auf Selektion ausgerichtete Beurteilungs- und Leistungs- system,
+ das Rollenverständnis von Lehrern und Schülern,
+ das Fächerdenken und
+ die Verbürokratisierung, die die Lehrer zu unmündigen "Vorschriftenvollziehern" macht und ihr Engagement und ihre Eigeninitiative mindert.

 

Schule darf nicht der „Mistkübel der Gesellschaft" sein, wie das 1992 ein politisch organisierter österreichischer Lehrerverein bemerkte und mit dieser grobschlächtigen Formulierung auf die Überforderung und Überbürdung der Schule aufmerksam machen wollte. „In der Tat scheint Schule auch eine Art Entsorgungsbetrieb oder eine Art Endlagerstätte für gesellschaftlich-politisch unlösbar erscheinende Probleme zu sein." (SCHIRLBAUER, 1994, S. 531; derselbe, 1996, S. 31). In den österreichischen Lehrplänen ist die Entsorgung gesellschaftlicher Altlasten in Form von „Unterrichtsprinzipien" systemimmanent. Unterrichtsprinzipien sind Themenbereiche wie Sexualerziehung, Verkehrserziehung, Friedenserziehung u. s. w., die fächerübergreifend in den Unterricht einzubeziehen sind. „Die Schule dient - so die psychoanalytische Version des Überbürdungsphänomens - als Projektionsfläche für die Gewissensreste der Erwachsenengesellschaft." (ebd., S. 532). Schule kann nicht Problemlöser sein für die unbewältigten Probleme der Gesellschaft. GIESECKE fordert in diesem Zusammenhang, dass sich die Schule gegenüber den gesellschaftlichen drängenden politischen und moralischen Zumutungen abschotten müsse und von sich aus gegen die Bedürfnisse der Öffentlichkeit aktiv werden müsse.
Eine humanere Schule ist auch getragen von Unterrichtsformen, die den Schülern mehr Möglichkeit zur Selbsttätigkeit gibt und ihnen ein Mitspracherecht ermöglicht. Projektunterricht, offene Lernformen und problemlösendes Lernen in Einzel-, Partner-, oder Gruppenarbeit fördern die Motivation und kreatives Denken. Zu einer humanen Schule gehört, dass Menschen in gegenseitiger Anerkennung Vorstellungen über ihr Zusammenleben entwickeln, aus dem niemand ungewollt ausgesperrt werden darf." In der humanen Schule sollte Leistung als etwas verstanden werden, das Menschen (Kinder und Lehrer) gerne erbringen, weil es das Selbstwertgefühl steigert und Freude macht. In einer humanen Schule orientiert sich die Leistungsbeurteilung an den besten Leistungen des Kindes, was produktiver und zugleich lebensbejahend ist. Und last, but not least differenziert die humane Schule so, dass die unterschiedliche Individualität der Kinder das Maß ist und nicht nur sehr schwierig zu rechtfertigende Lehrplaninhalte.

Kinder verbringen den Großteil ihrer Zeit in der und mit der Schule. Unsere Aufgabe als Lehrer, Erzieher und Eltern muss es sein, der "Verschulung der Kindheit" entgegenzuwirken. Wir dürfen nicht dazu beitragen, die Kinder "schulgeeigneter" zu machen, sondern wir müssen dazu beitragen, die Schule im Sinne unserer Kinder "kindgerechter" zu gestalten.

 

 

 

   Monika Egbringhoff

Bündnis für Ausbildung/Materialfluss und Logistik

 

Hallo zusammen,

ich habe 1990 meinen Traum von einer 'anderen' Schule verwirklicht.
Dort bestimmten Schüler aller Schulformen im Alter von 8 bis 25 J. wann, mit wem sie was lernen wollten.
Ich habe diese kleine Schule (Schülerradiowerkstatt) mit damals 16 jährigen Schülern privat gegründet und zumindst in den ersten Jahren überwiegend privat finanziert. Die Räume, ein Tonstudio und ein Kommunikationsraum, mietete ich in einem Kulturzentrum. Später finanzierte sich die Schülerradiowerkstatt über die Förderung der ausgestrahlten Radiobeiträge im Rahmen des Bürgerfunks durch die Landesanstalt für Medien.
Als wir öffentliche Erfolge nachweisen konnten (mehrere Preise), durfte ich an der Schule, an der ich offiziell als Lehrerin arbeitete, einen Wahl-Pflicht-Kurs 'Schülerradio' anbieten, der dann in der privaten Schülerradiowerkstatt
stattfand.

Auf jeden Fall ist es so gelungen die traditionelle Schule ein wenig zu öffnen über den Umweg sie erst zu verlassen und sie dann von außen zu öffnen.
Die meisten Radio-Schüler waren in alle Arbeiten eingebunden, die mit einem kleinen Unternehmen zusammen hängen. Meine Stellvertreter waren 18 jährige Schüler, die Kassenwartstelle bekleidete auch jeweils ein Schüler.
Die vierte Schülergeneration (die Schüler waren so um die 20 Jahre alt) hat diese kleine Schule, die inzwischen ein eingetragener Verein und eine von der LfM anerkannte Bildungseinrichtung war, 1999/2000 übernommen mit allem was
dazu gehört wie:
- Leitung des Vereins
- Werbung
- Finanzierung
- Leitung von Gruppen/Fortbildungsveranstaltungen
- Buchführung
- Steuererklärungen u.a.
Aus der Schülerradiowerkstatt ist längst eine Medienwerkstatt geworden mit immer noch relativ jungen Leuten in der sechsten Generation, jedoch nicht mehr unter 16 J., dafür bis ca. 30 J.
Bürgerfunkbeiträge werden nicht mehr produziert. Die jungen Leute haben sich freigeschwommen und dabei eine Marktnische gefunden. Sie machen jetzt Webradio und zwar Sport-Fanradio (viele verschiedene Sportarten), u. zwar Live-Übertragungen (auch Auswärtsspiele, da wird dann die Fahrt, manchmal ein Flug, gesponsort). Sie sind Profis. Die jungen Radioreporter haben einen guten Ruf, deshalb können sie ihr Radio über Werbeeinnahmen finanzieren.

Meine Rolle?
Mich freuen, meine Freude verbreiten und ab und zu meine ehemaligen Radio-Schüler (auch im web) besuchen, ihnen zuhören, sie loben und mit ihnen gemeinsam was trinken.

Beste Grüße
Monika Egbringhoff
s.a.
www.salzmannbau.com/dor
www.wunschklang.com

 

  Franz Josef Neffe

Volks- und B´sonderschullehrer a.D.,

Diplom-Pädagoge Univ.,

erforscht und lehrt seit 30 Jahren Coué

und die Autosuggestion und seit 15 Jahren die Dorn-Methode + Bioswing

 

Vielleicht kann ich Euch da ein wenig dienen?
Mir ist einfach vor ca. 35 Jahren mal, als ich gerade nichts im Kopf hatte, wieder was eingefallen: Man MUSS in die "Schulen", die wir gemacht haben, gehen un KANN sie schwänzen. Man lernt dort gar nicht rechnen sondern rechnenMÜSSEN. Das fällt aber keinem mehr auf, weil alle möglichen Alternativen entweder eliminiert oder gleichgeschaltet sind. MÜSSEN engt ein; wenn ich so eingeengt bin, dass ich nicht mehr atmen kann, bin ich tot. Das oberste Ziel unserer Du-musst-Schule, in die wir alle gehen müssen, ist also der Tod - ob uns das bewusst ist oder nicht. KÖNNEN eröffnet neue Spiel- und Freiräume und damit eine neue Lebensqualität. Das ist nicht das Ziel der DMS. Sie konstruiert ihre Schablonen, in die wir uns einfügen müssen, immer noch tödlich perfekter. Fälle wie Winnenden oder Erfurt zeigen, wie weit wir uns schon verkonstruiert haben. Die Cha´ncen, in unseren Konstruktionen zu überleben, sinken
Damit wir nicht merken, was man mit uns treibt, werden wir pausenlos durch UNTERRICHT überbeschäftigt; das ist die sicherste Methode, um zu verhindern oder wenigstens zu erschweren, dass der Mensch was lernt. Unterrichtet hat früher der Kaiser oder der General seine Soldaten. Sie standen oben und die unten mussten sich nach ihnen richten: das ist Unterricht. Und den gibt es auch nur in der ´deutschen Sprache.
LERNEN kommt von germ. LAISTI = FÄHRTE und bedeutet, "eine Fährte (des Lebens) verfolgen, ErFAHRungen machen". Wen sein Lernen so fasziniert und freut, dass die Menschen in seiner Umgebung neugierig werden und ihm VON SICH AUS auf seinen Fährten folgen wollen, der ist LEHRER im Sinn des Wortes und nicht bloß Unterrichtsvollzugsbeamter. Heute wird man nicht als Lehrer angestellt, sondern der Staat sucht jemand, der eine Planstelle als Vertreter der Staatsgewalt ausfüllt und der pflichtgemäß die Dienstordnung, den Lehrplan und alle weiteren Weiseungen an den Objekten Kind & Eltern & Kollegen vollzieht. Das ist uns aber, wiewohl es die grundlegende Realität ist, NICHT BEWUSST. Und zum UNBEWUSSTEN haben wir dank Tabuisierung des UNBEWUSSTEN in der Pädagogik keinen Bezug, der uns Einfluss ermöglichen würde. Realiter haben wir diesen Bezug natürlich alle, aber da er uns nicht bewusst ist, können wir ihn nicht bewusst nutzen und haben infolgedessen auch keinen Einfluss.
Schauen wir uns ein konkretes Beispiel an, wie man aus Mücken Elefanten und aus Chancen Riesenprobleme macht: In der 1.Klasse ist das Rechnen im 20er-Raum vorgesehen. Wenn man ein bisschen nicht in die Schablone passt und "zu besseren Förderung" in die lernbehinderte Schule überwiesen wird, muss man ein ganzes Jahr lang - das sind ca. 40 Wochen x 5 Máthestunden = ca. 200 Stunden - im Zahlenraum 1 bis 6 rechnen. Ich habe vor 30 Jahren in meinen Vorträgen schon gefragt: "Wer hält so etwas aus, ohne nicht wenigstens Neurotiker zu werden? Wenn ich die Schulräte dieses Regierungsberirks in einen großen Saal sperrte und zwänge, 200 Stunden lang mit den Zahlen von 1 - 6 zu rechnen, gäbe es dann nicht spätestens nach 100 Stunden die ersten Mord- und Selbstmordversuche?" Ihr versteht gewiss, warum ich schon vor 30 Jahren gesagt habe: "Ich wundere mich, dass bei uns so wenig Lehrer ermodert werden."
Als ich in den 1980er Jahren als erstes eine 2.Klasse in einer lernbehinderten Schule bekam - da geht es nach 200 Stunden im 6er-Raum für 200 Stunden in der 20er-Raum - schlug ich meinen 10 Kindern vor: Ich zeige ihnen zu 100% auf MEIN Risiko, dass sie alle schwere Aufgaben aus der 4.Klasse Grundschule richtig rechnen können. So etwas hatten sie noch nicht erlebt; sie waren voll dabei. Es ging im die Addition von Millionenbeträgen. Ich fing mit ganz einfachen, kleinen Zahlen an, dann kam der Zehnerübergang dazu und nach einer halben Stunde rechnete jeder voll konzentriert. Sie wollten gar nicht mehr aufhören und rechneten noch freiwillig zu Hause bis zu 10 Aufgaben mit je bis zu 10 addierten Millionenbeträgen - alle alles richtig. Und sie waren doch Lernbehinderte in einer lernebhinderten Schule, denen der Lehrplan eben erst ein Jahr lang den 20er-Raum aufnötigen sollte.
Bei genauer Betrachtung fällt sicher das Hauptmittel der neuen Ich-kann-Schule für LERN- und LEHRerfolg auf: Es muss wirklich GELEHRT und darf auf keinen Fall unterrichtet werden. Ich bin meinen Schülern in der Begeisterung für ihre Talente, besonders die noch schwachen, stets weit voraus. Das mögen die Talente und darum mögen sie mich und folgen mir auf diesem Weg. Nie im Leben köme ich auf die verrückte Idee, Kinder etwas üben zu lassen, WEIL SIE ES NICHT KONNTEN. Damit würde ich sie ja mit Hilfe der Aufgaben NICHTkönnen einüben lassen. Nein, die IKS-Regel lautet: "Mache für Lernen nicht den kleinen Finger krumm, ehe Du Dich nicht in den Zustand versetzt hast, in dem Du es gern erinnern magst!" Unser Gedächtnis kann nämlich nicht auswählen: Wenn wir uns beim Lernen QUÄLEN, dann speichert es die QUAL mit. Und dann begegnen wir bei jeder ERINNERUNG in uns der Qual wieder. So doof zum Lernen geführt zu werden, das ist der effektivste Lernkiller. Schon aus Selbstschutz schaltet die für unser Überleben zuständige Instanz unter solchen Bedingungen die Lernlist einfach aus. Die Ursache sind dann keineswegs irgendwelche unerklärlichen Defekte im Kind sondern schlicht eine strohdumme, fürs Leben blinde Pädagogik.
Die DMS macht DRUCK, wenn sie Misserfolg hat und das Problem dennoch lösen will. Wie man regelmäßig beobachten kann, schwindet das Problem davon nicht. Es schaut nur manchmal über ganz kurze Zeit so aus. Wenn wir das Problem zusammendrücken, schaut es natürlich kleiner aus, aber es ist nicht weniger, es ist nur komprimierter. Wenn unsere bewussten Kräfte erschöpft sind, können wir gut beobachten, wie das unterdrückte Problem wieder auseinander geht. Und dann wächst es noch weiter um genau die Energie, die wir hineingedrückt haben. Aus der IKS-Perspektive ist DRUCK das dümmste ErZIEHungsmittel. Wie will man mit Druck ZIEHEN? Wir müssten unsere ErZIEHung ErDRÜCKung nennen, wenn wir ehrlich wären.
Also lasse ich mir als IKS-Lehrer etwas einfallen, was ZIEHT. Nicht ich ziehe sondern ES zieht. Da brauche ich ganz wenig Energie. Wenn ich Kraft einsetzen muss und womöglich auch noch immer mehr, dann nehme ich das als Signal, das mir zeigt, dass ich etwas verkehrt mache. Würde ich es nicht verkehrt sondern richtig machen, dann müsste es ja logischerweise immer leichter gehen. So einfach geht es und jeder kann es auch sofort nachprüfen, und dennoch glauben wir unserer eigenen WAHRnehmung nicht sondern richten uns nach allem möglichen Papierschmarrn, den man uns ins Hirn gesetzt hat.
Was man uns über Jahre hinweg SUGGERIERT hat, führt in uns scheinbar ein Eigenleben. Und dies nur weil wir keinerlei Anstalten machen, e mit unserer Stimme selbst anders zu bestimmen und mit unseren eigenen Gedanken selber anders zu denken. Wir betreiben in uns ständig eine AUTOSUGGESTION GEGEN UNS. Wenn das kein vernünftiger Grund ist, Autosuggestion verstehen und lenken zu lernen, dann weiß ich nicht. Bei Émile Coué steht ganz einfach und praktisch, wie man es macht. Coués kleines, in alle großen Weltsprachen übersetztes Büchlein gehört in jede Hausaupotheke.
In der neuen Ich-kann-Schule ist es klar, dass jeder Mensch wenigstens 5000 Talente in sich hat. Und er kann mit allen eine echte Freundschaft eröffnen. Fühle mal, wie sich das anfühlt, wenn Du mit 5000 Freunden in die Schule gehst. Da wirst Du auf einmal total interessant für alle Talente in allen Menschen, denen es noch nichjt so gut geht. Spürst Du die SOGwirkung und wie man dazu kommt? Was man in Bewegung setzt, damit ES einfließt? Ich war übrigens lustigerweise vor Jahren schon mit diesem Thema schon im Päd. Institut und in der PÄDAK in Wien. Ich freue mich auf alle Eure Erfolge.
Franz Josef Neffe 

 

 

 

Meine Träume:

- Schule im Ort :-)
- keine Anwesenheitspflicht (Fehlstunden individuell regelbar)
- individuelle Betreuung/Förderung
- kein Muss - sondern selbständiges Erforschen seiner    Interessen
- als Mensch ernstgenommen werden
- kompetente Lehrer
- Kinder unterschiedlichen Alters
- Unterstützung der Eltern/Kindbeziehung,

Am Land (Waldviertel) ist man leider ziemlich allein mit seinen Vorstellungen!
Gibt es schon so eine Schule? Bitte melden!!!

MfG
Resi

 

 

  Brigitta Moh

Humorcoach/Moderatorin

 

Was auch in einer traumhaften Schule hilfreich sein könnte...

„Manchmal ist es sehr hilfreich, möglichst wenig über ein Krankheitsbild zu wissen, weil man dann gezwungen ist, sich den Menschen anzuschauen, und sich mit ihm auseinanderzusetzen.
Dies ist gut so, weil ein behinderter Mensch zuallererst Mensch ist, und dann folgt lange nichts,
und dann kommt erst die Behinderung zum Tragen.
Ich wünsche es jedem anderen behinderten Kind,
dass es auf normale Schulen gehen kann,
denn jeder hat das Recht,
zuerst als Mensch angesehen zu werden."


Einzelbeispiele, die Mut machen
Einzelintegrationen von Kindern an der wohnortnahen (Grund-)Schule, die erfolgreich verlaufen,
können Mut machen.

In dem Buch von Thoma/Rehle: „Inklusive Schule - Leben und Lernen mittendrin" werden u. a. zehn Fallstudien vorgestellt:

Kinder und ihre Familien,
die vom „Forum für Inklusive Strukturen an Schulen (FISS)"
an der Universität Augsburg bezüglich ihrer Schulkarriere jahrelang unterstützt und begleitet wurden.

Einige dieser Kinder sind mittlerweile an Regelschulen ganz selbstverständlich integriert,
bei anderen ist dieser Prozess leider gescheitert.

Beispielhaft sei hier ein Text eines schwerstbehinderten Mädchens vorgestellt,
das weder sprechen noch greifen oder laufen kann.
Da sie ihren Körper nicht koordinieren kann, wurde ihr zunächst eine „Intelligenz von Null" bescheinigt. Glücklicherweise glaubten ihre Eltern dieser Diagnose nicht;
Vivienne lernte, sich über gestützte Kommunikation zu verständigen,
sie lernte lesen und über ein Stützsystem schreiben - alles vor und außerhalb der Förderschule.
Dies befähigte sie dazu, in die dritte Klasse einer Grundschule zu wechseln,
wo sie erfolgreich lernte und alle Prüfungen mitschrieb.
Nach der vierten Klasse besuchte sie ein Gymnasium,
aktuell studiert sie als Gasthörerin Theologie und Deutsche Literatur an der Universität Augsburg.
(aus Familienhandbuch.de)

Die inklusive Schule als „Schule für alle Kinder" - auch mit Behinderung

Welche Idee steckt hinter einer „inklusiven" Schule?
Ulf Preuss-Lausitz, ein Vertreter der „Pädagogik der Vielfalt", formuliert das Bildungskonzept der inklusiven Schule so:

„Liebe zum Leben schließt die gleichwertigen Lebenschancen aller ein.
Bildung heute darf sich weder theoretisch noch real auf eine Teilgruppe beziehen.
Ein Bildungsbegriff für eine Schulart ist theoretisch ebenso obsolet wie für bestimmte Ethnien/Nationen,
für Religionen, Ideologien oder faktisch für soziale Schichten (...)
Die Folge eines gemeinsamen Bildungsbegriffs ist die Aufnahme aller Kinder in eine Schule."

 

 

 ZEITBOMBE KINDER

Dieses Buch darf sich als Leitfaden verstehen, als Landkarte, welche studiert werden möchte. Erst dann, wenn ich in der Lage bin, die Landkarte zu lesen, kann ich mich dafür entscheiden, welchen Weg ich gehen möchte. Oftmals sind unsere Beziehungen zu unseren Kindern wie Landkarten. Sie wollen verstanden werden, damit wir gemeinsame Wege gehen können.

Dieses Buch ist ein Ratgeber für Eltern und all jene, die sich intensiver mit Kindern beschäftigen wollen.

Andreas Walka

Ich selbst bin Vater von 4 Kindern (27, 24, 23 und 18 Jahre) und hätte mehr Erfahrung und Wissen dazu benötigt.

***********************************************
Jedes Wesen ist einzigartig, mit einem Wort - wundervoll.
Jedes Kind, das hierher auf die Erde kommt, ist ein Geschenk Gottes, egal welchen Ursprung es hat.
Es ist ein Wunder.

Durch die Vereinigung der Eltern, die Bereitschaft ihrer Seele und Seele des Kindes. hierher auf diese Erde zu kommen, ist es Wirklichkeit geworden, ist es entstanden. Jedes Kind ist einzigartig, würdevoll, hat einen bestimmten Auftrag, und sorgt dafür, dass wir an und mit ihm wachsen und reifen dürfen.

Aber das Wichtigste bei all dem ist doch: dass wir alle Kinder sind.

Kinder, die in diese Zeit geboren wurden, haben einen besonderen Auftrag für uns und diese
Kinder der Neuen Zeit erwarten uns.
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inter:nette Grüße
Andreas Walka

 

Constanze Schmidt

Liebe Doris,

mir kam ein Newsletter zu, der mich auf jene Seite brachte, zu der ich Dir gerne den Link weiterleiten möchte.
Wenn Du möchtest, schau Dir diesen Film an.
Ich bin höchst inspiriert und wieder voll auf dem Weg. Dies ist eine Schule, für die auch ich träume!

http://www.jzknight.com/2009/12/children%E2%80%99s-school-of-excellence-needs-your-support/

Alles Liebe und eine wundervolle Zeit!

Constanze 

 

Beate Sugg-Kastner

 

Schulung der erweiterten Wahrnehmung

Im Rahmen einer neuen Schulform sähe ich gerne ein Training der erweiterten Wahrnehmungsfähigkeit, z.B. um eine Stärkung und Schulung der Intuition bei Kindern und Jugendlichen anzuregen.
Jeder Mensch verfügt grundsätzlich über diese Fähigkeit. Leider wird in unserer Kultur der gesamte Bereich der erweiterten Wahrnehmung aber weder geschätzt noch gefördert. Das zu verändern ist mir ein Anliegen.
Wir sind in unserer Kultur dazu erzogen worden, Problemlösungen ausschließlich mit dem Verstand zu suchen. Diese Einseitigkeit hat Verunsicherung durch Selbstentfremdung erzeugt. Nicht immer ist der Lösungsvorschlag des Verstandes im Ganzen betrachtet sinnvoll!
Wer auf seine Intuition vertrauen kann, verfügt über einen erweiterten Handlungsspielraum.
Gut zentrierte Menschen sind jederzeit in der Lage, Kopf und Herz zusammen zu bringen. Sie sind weniger ängstlich, daher weniger manipulierbar und treffen ihre Entscheidungen aus einer grundlegend autonomen Geisteshaltung zu ihrem eigenen Wohl und dem Wohl aller.
Ich glaube, dass dieses Rüstzeug sehr wichtig ist.
Ein diesbezügliches Training sollte in jedem Fall sowohl Elemente der individuellen Einzelförderung als auch Übungen in der Gruppe beinhalten.

 

 

 

   Angelika Anderer

 

Sehr geehrte Frau Getreuer,

die Praktische Pädagogik fragt nicht was dem Menschen fehlt, was er kann oder nicht kann, sondern wie der Mensch seine Welt wahrnimmt. Wie der Mensch lernt.

Lern- und Verhaltensauffälligkeiten wie AD(H)S, Konzentrationsprobleme, Versagensängste, Aggression und vieles mehr sind Störbilder, die ihren Ursprung in einer blockierten Evolutionsstufe haben können.

Jedes Kind nimmt seine Umgebung wahr. Über seine Sinne und den Körper nimmt es Informationen auf, zieht seine Schlüsse daraus und richtet darauf sein Handeln und Tun aus. Dies wiederum hat Auswirkungen auf seine Gehirnentwicklung.

Die Evolutionspädagogik® hilft uns, kindliches Verhalten besser zu verstehen und situationsgerecht darauf zu reagieren.

Ob Kinder in einer Situation mit Rückzug oder Angriff, Ängstlichkeit oder Diskussionsfreude agieren, hängt im Wesentlichen davon ab, ob es in der entsprechenden Situation, stressfrei auf all seine Talente und Ressourcen zurückgreifen kann oder nicht. Ist es in einer Stufe blockiert, hat dies Auswirkungen auf seine Wahrnehmung und somit auf sein Verhalten.

 

Mit freundlichen Grüßen
Anderer Angelika

 

 

 

 

Elisabeth Jäger

 

Mein Traum von Schule

Meine Kinder sind schon lange aus der Schule, das erste Enkelkind wird spätestens übernächstes Jahr in die Schule kommen. Ich arbeite als Kunsttherapeutin in Verbindung mit geistigem Heilen, besonders mit Eltern von Kindern die im Kindergarten oder in der Schule nicht zurecht kommen. Mein Ansatz ist es zu schauen, was das Kind in seinem Wesen ist und ausmacht und es darin zu unterstützen, sein Potenzial zu entfalten und es gleichzeitig in den Bereichen zu stützen, wo Hilfe nötig ist. Die Eltern ermutige ich, den Spiegel, den Kinder uns vorhalten, anzunehmen, und dem Kind zu der Achtung und Würdigung zu verhelfen, die jedem Mensch zusteht, damit es mit gestärktem Rücken in die Welt gehen kann.
Aber es reicht nicht, daß Eltern sich reflektieren und begrenzende Muster überwinden und stark werden, sondern das gesamte System muß sich verwandeln, damit es für die Bedürfnisse der heutigen Zeit stimmig und angemessen ist. „Neue Kinder" zeigen uns, daß die „gute alte Zeit" endgültig vorbei ist, daß Werte, die gestern noch angesagt waren, heute nicht mehr gelten und daß wir alle aufgerufen sind, umzudenken, von der „alles ist machbar - keit" ins Bewußtsein zu gelangen, daß wir verbunden sind mit allem, was ist und daß wir in diesem Bezugsrahmen Verantwortung für unser Denken, Fühlen und Handeln übernehmen müssen, damit wir wieder in eine natürliche Ordnung eintreten können.

Die Schule, die ich träume ist unterstützt und gefördert von einer Regierung, die das höchste Wohl des Menschen im Blick hat, die die Räume, die Umgebung, die finanziellen Möglichkeiten bereitstellt, die jeden in der Entwicklung seines Potenzials bestmöglich unterstützen, Lehrer, als auch Kinder und deren Eltern.
In der Schule, wie ich sie träume, sind und wirken LehrerInnen, die verbunden sind mit ihrem Inneren Kind, mit ihrer eigenen Göttlichkeit und die daher authentisch leben.
Sie sind achtsam im Umgang miteinander und mit den Kindern, die sie liebevoll begleiten.
Ihr Blick auf die Welt ist ganzheitlich und schließt alle Ebenen des Seins mit ein. Sie sehen mit den Augen des Herzens und nehmen wahr, was ist, erkennen das Kind in seinem Wesen und dementsprechend können sie ihm begegnen.
Die Schule bietet vielfältige Möglichkeiten Leben mit Freude und Spaß zu leben, zu erproben und zu erfahren, was beinhaltet, daß auch Fehler oder Mißerfolge (die es in diesem System dann ja eigentlich nicht sind) willkommen sind, weil sie Erfahrung vertiefen und verinnerlichen lassen.
Die Kinder lernen mit allen Sinnen und anschaulich verschiedene Lebensbereiche kennen und sich darin auch zu betätigen. Be-greifen heißt zuerst einmal, daß das Kind Dinge handhaben darf, nach ihnen greifen, mit ihnen tatsächlich umgehen, damit der Kopf begreifen kann.
Sie lernen ihre Körper mit Freude zu ergreifen durch Spiele, Tanz, Klettern, Turnen, wandern haben vielfältige kreative Möglichkeiten zur Verfügung sowohl körperlich als auch geistig und lernen sich so als SchöpferInnen ihres eigenen Lebens zu erkennen.
Musik und Kunst als Möglichkeit, sich wieder in die richtige Schwingung zu versetzen, wieder in Harmonie oder Balance zu kommen haben ausreichend Raum im Alltag,
ebenso wie Zentrierungs- oder Meditations- und Visualisierungserfahrungen führen immer wieder zur eigenen Mitte.
Lebendigkeit, Kreativität, Intuition, Herzensweisheit, Freude, Lachen, Erfahrung, Ausprobieren, Sinnes- und Wahrnehmungsschulung, im Einklang mit der Natur, mit Mensch und Tier, mit den Elementen, Himmel und Erde verbinden, ganz im Körper sein und verbunden mit dem Geistigen, Liebe, Begegnung, Achtsamkeit, Lernen als Selbstverständnis.... sind Begriffe, die ich verwirklicht sehe in meinem Traum von Schule.

Ich würde auch gern ein neues Wort für Schule erfinden, denn es ist schon so behaftet mit Werten und Gefühlen und Erfahrungen - mir ist aber noch kein passendes eingefallen.

Wer gerne auf unserer Community beitragen möchte, ist herzlich eingeladen, dies zu tun: www.lightmotions.net - die Community der neuen Zeit
Meine Praxis ist zu finden unter:

www.wege-zur-lebensfreude.de

 

 

Daniela Diesterheft

 

Alexander Sutherland Neill begründete im Jahre 1921 in Leiston,Suffolk - England eine Schule, die mit den üblichen Definitionen, Gefühlen und Erfahrungen, die mit diesem Begriff üblicherweise einhergehen, nichts, aber auch so garnichts zu tun haben.

In seinem Buch "Theorie und Praxis der antiautoritären Erziehung - das Beispiel Summerhill", das bereits in seiner 48. Auflage vorliegt, erläutert Neill auf über 300 Seiten Seine Pilosophie:

Die Kernaussagen:
Der Erwachsene stellt sich auf eine Stufe mit dem Kind. Das bedeutet, keinerlei Autoritätsanspruch seitens des Erwachsenen dem Kind gegenüber.

Keine Noten, Leistungstests, Zeugnisse. Wünschen die Eltern eines Kindes eine Beurteilung des Entwicklungsstandes ihres Sohnes, oder ihrer Tochter, so erhalten sie diese nur, wenn das Kind damit einverstanden ist.

Es gibt auch keine Pflicht zur Teilnahme am Unterricht. Die Fächer, in denen ein Kind den Unterricht besucht, wenn es das will, sucht es sich aus einem breiten Angebot selbst aus, und stellt sich seinen Stundenplan zusammen.


DENN: Das Kind hat einen natürlichen, eigenen Antrieb zu lernen, solange ihm vertraut wird und es sich einzig und allein mit den Themen und Dingen beschäftigen kann, für die es ein echtes, eigenes Interesse aufbringt.
Die Freiheit des Kindes zu gewährleisten, bedeutet, fremde Erwartungen und Anspruchshaltungen von ihm fernzuhalten. Deshalb sind die Eltern auch nur zu ganz bestimmten Anlässen auf Summerhill "zugelassen".

NEILL beschreibt in seinem Buch ausführlich, wie herauszufinden ist, auf welchen Ursachen Verhaltensauffälligkeiten von Kindern und Jugendlichen beruhen. Es geht in der Kernaussage aber auch ganz schnell zu umreißen: Die Kinder erleben einen Mangel an Liebe und Anerkennung seitens der Eltern und der Gesellschaft.

Dazu kommt, dass alle Kinder eine künstlich aufgezwungene Autorität, natürlich repräsentiert durch Erwachsene, zu tiefst hassen. Die Abwesenheit von Liebe ruft Hass hervor. Jede Art von Hass wiederum, ist auf Selbsthass gegründet, der in der Projetion Ausdruck findet. Dieses Thema wird im Buch ausführlich beleuchtet, deshalb vertiefe ich es an dieser Stelle nicht.

NEILL hat herausgefunden, dass Kinder die im Alter von unter 11 Jahren nach Summerhill kommen, von Neurosen, Minderwertigkeitskomplexen, und allem, was damit einhergeht, geheilt, werden können. Kinder, die dieses Alter überschreiten, werden in Summerhill nicht aufgenommen, da die Einflussnahme der Gesellschaft schon zu tiefgreifend auf diese Kinder eingewirkt hat.

Er beschreibt in seinem Buch an sehr vielen Stellen, wie Kinder, nachdem sie einige Zeit die Freiheit Summerhills erlebt haben, beginnen, ihre unterdrückten, destruktiven Verhaltensweisen auszuheilen, indem sie diese abreagieren: Fangen sogenannte wohlerzogene Kinder an, in allen Kraftausdrücken die ihnen nur einfallen, lauthals zu fluchen, wird niemand irgendein Aufhebens darum machen. Auf diese Art und Weise, durchleben Kinder ihre natürlichen Entwicklungsphasen und wachsen von der einen in die nächste, ohne sich verleugnen zu müssen.

Stiehlt ein Kind, wird es auf einer Versammlung der Schüler und Lehrer zum Thema gemacht. Es hagelt keine Moralpredigten, das Kind wird den Geldwert ersetzen - das wars.

Höchstmögliches Maß an Freiheit, bedeutet dabei nie Zügellosigkeit. Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt. Die Versammlungen finden mehrmals wöchentlich statt. Diese sind nicht verpflichtend, aber immer gut besucht, weil auf ihnen Anträge eingereicht werden können, über welche die ganze Versammlung, Lehrer, Schüler, Hausmütter - jeder mit einer Stimme, demokratisch abgestimmt und als Gesetz entweder in Kraft gesetzt, oder abgeschafft werden.

Auf Summerhill existieren über 200 Gesetze, an die sich alle halten und Verstöße kommen auf die Tagesordnung.

Ich persönlich bin durch dieses Buch rettungslos infiziert. Ich suche meinen Weg in die Kinder- und Jugendarbeit und nach der Möglichkeit, nach dieser Philosophie arbeiten zu können. Auch wenn das nicht leicht wird.

Herzliche Grüße
Daniela Disterheft

 

 

 

  Sabine Siehl

 

Liebe Doris,
schöne Initiative von Dir! Es sind schon so viele schöne und gute Ideen und Aspekte genannt worden auf Deiner Website.

Was ich mir - auch als Nicht-Mutter und Nicht-Lehrerin - für eine NEUE SCHULE wünsche:

* dass sie die vielfältigen Fähigkeiten der Kinder fördert
* dass die Kinder lernen mit Spaß lernen
* dass Platz ist für die Förderung kreativer, naturwissenschaftlicher, sprachlicher, physischer Talente, d.h. Prinzipien der Waldorf- und Montessori-Schulen sollten in alle Schulen Eingang finden und damit dann allen zugänglich sein.
d.h. eine Schule in der Körper, Geist und Seele zur Entfaltung kommen und das Kind als vollwertiger Mensch gesehen, anerkannt und gefördert wird. Schöne Beschreibung dazu auch von d. Walddorfschule HH-Wandsbek:

Unter Bildung verstehen wir, allgemein gesprochen, die Anregung aller Kräfte im Menschen, die er in der Begegnung mit der Welt entfalten soll. Wir wünschen dem Jugendlichen, dass er nach Beendigung seiner Schulzeit wohlgerüstet und tatkräftig ins Leben geht, um die Gesellschaft mitzugestalten. Die Waldorfpädagogik versucht die Grundlagen für ein selbstbewusstes, kreatives und soziales Handeln zu legen, indem sie vor allem die Persönlichkeitskräfte des sich entwickelnden Kindes und Jugendlichen anregt.

* dass gleichermaßen geistige, emotionale, soziale Fähigkeiten erworben und geübt/praktiziert werden:
o dazu sollten m.E. Schüler verschiedener Kulturen und Schichten, mit verschiedener Fähigkeiten auf verschiedenen Gebieten, "schwächere" und "stärkere" zusammen lernen und dabei auch lernen, sich gegenseitig zu helfen
o lernen, Verantwortung für sich, und die Beziehungen zu anderen Menschen, zu Tieren, zu Natur, zur Welt zu übernehmen und auch Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen
--> dabei Leichtigkeit statt Schwere erleben
o lernen, mit Konflikten und anderen Meinungen umzugehen. Und wie gehen wir mit dem "Bösen" um.
* ich wünsche mir eine SCHULE mit Lehrern, die so ausgebildet sind und wirklich die Fähigkeit und den Spaß haben, mit Kindern im o.g. Sinne zu "arbeiten"
* "Glück" und "Helfen" als Fächer

Außerdem möchte ich alle einladen, auf meinem Blog "wellYunit", der sich mit Themen rund um das Wohl von uns allen und der Welt beschäftigt, Eure sonstigen Wünsche für 2011 mitzuteilen: www.Y-unit.com

Herzliche Grüße
Sabine
www.Y-unit.com
http://twitter.com/wellYunit

 

 

  Silvana Jäger

 

Liebe Doris!

Ich möchte gerne einen Beitrag zur Neuen Schule an Dich weitergeben:

Ich wünsche mir, dass mehr auf die Kinder eingegangen wird. Die Kinder werden in ein Lernschema gepresst und können sich gar nicht mehr selbst verwirklichen.

Jedes Kind hat doch Stärken und Schwächen, und die sollten gefördert werden,  sowohl die Stärken als auch die Schwächen.


Es gibt auch Kinder die weniger kreativ sind, aber muss der Zeichenlehrer es direkt sagen und mit schlechten
Noten bestrafen, anstatt sie zu motivieren, damit sie sich verbessern?

Es sollte auch sein, dass Kinder die in ihrer Freizeit viel Sport betreiben, in der Schule vielleicht die Turnstunden mit Geschichte, Physik oder Biologie je nach Interesse verbringen dürfen.


Ich wünsche mir, dass die Lehrer die Kinder respektieren und nicht herumschreien und sie als dumm bezeichnen!
Die Lehrer wollen ja schließlich auch Respekt von ihren Schülern.


Ich wünsche mir, dass der Stoff für Schularbeiten besser aufgeteilt wird. Lieber eine Schularbeit mehr, dafür
weniger Stoff, die Kinder könnten viel intensiver lernen.

 

Ich wünsche mir, dass mit den Kindern mehr kulturelle Veranstaltungen besucht werden wie z.B. Theater.

 

In den Pausen sollen sie Spaß haben dürfen und nicht wieder nur Verbote.

 

Probleme unter den Kindern sollte man gemeinsam mit allen Kindern diskutieren und nicht einfach übergehen, weil es bequem ist. Die Lehrer sollen natürlich die Kinder nicht erziehen, das ist Aufgabe der Eltern, doch sie könnten mit pädagogischem Wissen vielleicht Probleme unter den Schülern leichter lösen, was wiederum die ganze Athmosphäre in der Schule auch verbessern würde.


Ich wünsche mir, dass für schwächere Schüler Förder- und Lernstunden angeboten werden.


Aber vor allem wünsche ich mir, dass Kinder ernst genommen werden. Auf Fragen Antworten bekommen und nicht
Aussagen wie "Schau im Buch oder im Heft nach".


Ich weiß, es ist bestimmt nicht immer leicht, Lehrer zu sein, aber jeder einzelne hat diesen Beruf gewählt und könnte
auch selbst dazu beitragen etwas zu ändern, vielleicht sogar in seinem eigenen Interesse.


Viele liebe Grüße Silvana

 

 

 

 

Karin

 

Liebe Doris !

Mit Interesse las ich Deinen Beitrag im XING-Portal.

Dort bin ich Mitglied der ADS-Gruppe .

Ich habe zwei ADS-Kinder und einen betroffenen Partner.

Mit meinen Kindern (12 und 9 J.) habe ich schon viele Täler wegen der Schule durchwandert, obwohl sie nachgewiesenermaßen hochintelligent sind.

Im Gespräch mit anderen Familien stelle ich fest, daß sehr, sehr viele gleiche oder ähnliche Probleme haben.

Anscheinend ändert sich die neue Generation im Lernverhalten, was sich aber leider auf unser Schulsystem nicht auswirkt. Dort wird festgehalten am Prinzip :" Stillsitzen, Zuhören und Auswendig-lernen".

Bei meinen und auch Besuchskindern bemerke ich, wie begeistert und neugierig sie sind, wenn sie etwas ausprobieren dürfen. Das fehlt meiner Meinung nach in den meisten Schulen. Oft gibt es nicht mal ausreichend von den wenigen, kreativen Fächern wie Musik, Kunst oder Werken. In unserer Schule müssen sich die Klassen einen Lehrer "teilen". Ein Jahr lang hat unsere Klasse nur Musik und keinen Kunstunterricht -die Parallelklasse nur Kunst und keine Musik. Im nächsten Schuljahr wird getauscht ! Der mit allen Maschinen eingerichtete Werken-Saal ist abgeschlossen. Es gibt keinen Lehrer dafür ! Man braucht sich nicht zu wundern, daß die Jugend in der Freizeit nur am PC sitzt, wenn sie keine Möglichkeiten hat, etwas anderes kennenzulernen.

Für sehr, sehr wichtig halte ich die Weiterbildung der Lehrer.Ich mußte immer wieder feststellen, daß große Unwissenheit über Lernprobleme, ADS usw. besteht. Oft bestand die Meinung:"Der will nur nicht !"

Was da in einem Kind angerichtet wird, das immer wieder Versagen und Bloßstellung in der Schule erlebt, trotzdem es sein Bestes versucht, ist grausam. Wichtig sind auch gemeinsame Unternehmungen. Die zwei Wandertage im Jahr reichen für den Klassen-Zusammenhalt nicht aus. Die Trennung nach der 4.Klasse halte ich sowieso für einen Fehler. Mit Teamgeist lernt es sich besser, es gibt weniger Gewalt und man fühlt sich als Gemeinschaft.

Liebe Grüße aus Hessen

Karin

 

 

  Christa Margareta Egger

Ganzheitliches Lerntraining

 

Liebe Doris,

 

für mich ist die neue Schule ein Ort, an dem Kinder ihren

Fähigkeiten entsprechend gefordert und gefördert werden.

Eine Schule muss Spaß machen dürfen und uns trotzdem

fordern.

Alle Kinder wollen lernen und die Welt erforschen.

Wir, die Erwachsenen, müssten die Rahmenbedingungen für all

unsere Kinder schaffen.

Räume zum Entwickeln.

Material zum Forschen.

Platz, um sich auszutauschen.

PädagogInnen, die mit Freude und Respekt unterrichten.

Vielleicht einmal werden wir so etwa erleben!

 

Vielleicht werden die „Massenkinderhaltung" (ganz oft hier in

Wien!) und die frustrierten (weil nicht geachteten und schlecht

bezahlten) PädagogInnen eines Tages nur mehr Geschichte

sein.

 

Herzliche Grüße

Christa M. Egger

 

 

 

Christa Margarete Egger

Ganzheitliches Lerntraining

A-1180; Gentzgasse 113

0043 699 104 16 303

www.lerntraining-egger.com

 

 

 

  Joachim Armbrust

 

Schule der Zukunft als Initiationsraum zur Selbstbildung

Die Betonung unseres momentanen Schulsystems in Sachen Bildung liegt sehr stark darauf, bestimmte Wissensinhalte in Vollständigkeit an die Schüler weiterzugeben. Oftmals wird zu diesen Inhalten gar kein Bezug zu der Lebenswelt der Schüler hergestellt. Die dahinterliegende Vorstellung fußt auf der Überzeugung, je mehr Wissen vermittelt wird, desto intelligenter macht das die Kinder/Jugendlichen. Begründet wird dieses oftmals stupide Auswendiglernen und mühsame Aneignen von Wissen mit dem Anspruch auf Allgemeinbildung. Den Schülern werden fachliche Inhalte nahe gebracht ohne Selbstbezug und ohne Vorbereitung des Lernraumes in der Weise, dass ein Einsatz für die Erarbeitung des Lernwissens auch Sinn für sie macht. Sie haben einfach Bereitschaft zum Lernen zu haben, auch wenn der Lerngegenstand für sie völlig abgekoppelt scheint von allem, was sie interessiert. Verstehen Sie mich bitte richtig, natürlich muss Wissen vermittelt werden, ohne einen gewissen Grundbestand von Wissen, kann ich auch keine weitergehenden Überlegungen anstellen. Aber ist es nicht Aufgabe des Wissensvermittlers, den Lernenden für eine Lernsache zu gewinnen, ihn zu begeistern oder wenigstens ihm zu erschließen, wofür dieser Lerninhalt hilfreich sein kann und wo er hilft, über das bisherige Wissen hinauszudenken? Natürlich ist es auch hilfreich, wenn das Lernen einen handlungsorientierten Aspekt beinhaltet, der zeigt, wozu das Gelernte gut ist, wo man den gelernten Inhalt einsetzen kann.

Vor lauter „Abarbeiten und Hinterher hetzen" hinter dem Bildungsplan bleibt kaum Energie übrig, sich als Pädagoge selbst über den Aufbau der Lerninhalte Gedanken zu machen und den Schülern eine Art Lernlandkarte an die Hand zu geben, die immer wieder Orientierung gibt und aufzeigt, in welchem Lernraum wir uns gerade befinden, was als Nächstes darauf aufbaut usw. Auch wird nicht selten keine Aussicht gegeben auf eine alltagspraktische Einheit, die dann wiederum ermöglicht, das neue Wissen auch alltagsbezogen einmal anzuwenden, sodass ein gewisses, tieferes Verständnis dafür entsteht, warum dieser Lernstoff nun tatsächlich mühsam erarbeitet wurde.

Der Selbstbezug des Systems, wo es sozusagen das „Nichtfunktionieren" von Lernen mit verursacht, wird nicht hergestellt. In der Regel sind es die Schüler, die zu irgendetwas nicht in der Lage sind. An Elternabenden wird dann appellartig den Eltern die Unfähigkeit von Schülern oder die besonders schwierige Klasse präsentiert und man sitzt da und fragt sich, was der unausgesprochene Anspruch des Lehrers an die Eltern wohl sein kann.

Beobachtet man hinreichend viele Schulklassen in ihrem alltäglichen Unterricht, so stellt man erstaunt fest, dass die durchschnittliche Zahl pseudomäßiger Leistungssituationen im Vergleich zu den echten Lernsituationen deutlich überwiegt. Manche Lehrer machen nämlich aus jedem kleinsten Frage- und Antwortspiel, jeder Stillarbeit und aus jeder gemeinsamen Aufgabenlösung an der Tafel für die Mehrzahl der Schüler eine leistungsthematische Situation. Sie äußern gegenüber einzelnen Schülern positive und negative Erwartungen, schaffen dadurch einen permanenten Konkurrenzdruck im Klassenzimmer, kommentieren und bewerten jede Frage und jede Antwort, reglementieren die Zeit zum Nachdenken und beurteilen bzw. bewerten vor der gesamten Klasse Stärken und Schwächen einzelner Schüler. Lehrer können - oft unbewusst und völlig ungewollt - ihren Unterricht in eine Kette von Pseudo- Leistungssituationen transformieren und auf diese Weise das Lernen behindern.

Natürlich leuchtet jedem ein, dass im Unterricht beides sein muss: Zum einen Lernen als Aufnahme und Verarbeitung neuer Informationen, als erprobende Auseinandersetzung mit schwierigen Aufgaben, als Erwerb eines gut verstandenen, flexibel nutzbaren Wissens und zum anderen auch als Leistung zur Bewährung und Bekräftigung des Gelernten und zur individuellen, sozialen und Kritik beinhaltenden Selbstbewertung der Lernenden. Meiner Ansicht nach aber ist es Aufgabe eines guten Unterrichts Lern- und Leistungssituationen im Bewusstsein der Schüler so zu trennen, dass eine produktive Lernkultur entstehen kann.

Die herkömmliche Schule, die von Schülern vor allem Anpassung, Unterordnung, Fähigkeit zur Arbeitsteilung, Lesen und Rechnen und eine mehr oder weniger unkritische „Robotermentalität" erwartet, gehört zum ausklingenden Industriezeitalter.

Die künftige Schule muss jedoch zum zukünftigen Informationszeitalter passen, das von jungen Menschen Mobilität, Flexibilität, Kreativität, selbstständiges Lernen und Umlernen, sowie Selbstverantwortlichkeit bei der Informationsgewinnung und -verarbeitung verlangt. Auch die moderne Gehirnforschung zeigt uns auf, wie wichtig übergreifende Vernetzung im Denken und Handeln ist, um mündiges und eigenständiges Denken freizusetzen.

Die Jugendlichen haben ein Recht darauf, sich kritisch mit unserer Gesellschaft auseinanderzusetzen. Der Anspruch humanistischer Bildung, auch Abstand zu Gegenwartshaltungen zu gewinnen und den Bezugspunkt zu wechseln, um kritisch auf gegenwärtige Entwicklungen und geforderte Notwendigkeiten zu sehen, wird heute vieler Orts nur noch belächelt. Gott sei Dank bestätigen Ausnahmen die Regel. Da unsere Welt kleiner wird und sich keinesfalls alle Menschen unseren Standard werden leisten können, würde ich es mir im Namen der Jugend wünschen, dass die Schule als Sozialisations- und Bildungsinstanz, den Mut findet, sich hier aktiver hineinzudenken und die Jugendlichen auf die notwendige Haltungsumkehr vorbereiten. Diese stehen solchen Fragen durchaus offen gegenüber.

Selbstwert ergibt sich eben nicht durch Erwerb von immer noch mehr Besitz oder durch ein Tun das immer schneller und besser ist als das von anderen oder gar durch die ausschließliche Anerkennung durch andere, z.B. Lehrer. Sondern Selbstwert entsteht vor allen Dingen durch die Selbstachtung des eigenen Wesens und dem Folgen der Bewegungen, die sich dadurch ergeben. Auch liegen gesellschaftliche Antworten zukünftigen Handelns sicher nicht mehr in der Abgrenzung und Selektion des Einzelnen vom Ganzen. Es wird wieder mehr darum gehen müssen, sich als verbunden zu verstehen und zu fühlen und gemeinschaftlich um ein gutes Leben zu ringen.

Die Schule braucht eindeutig mehr Selbstverantwortung. Schulen sollen zu einem Ort werden, an dem Arbeiten und Lernen Spaß machen. Engagiert-reflektierte Lehrkräfte setzen sich deshalb für mehr Autonomie und Eigenverantwortung in der Schule ein. Es ist an der Zeit, den Sachverstand und die Fähigkeiten der Menschen an der Schule ernst zu nehmen.

Aus meiner Sicht sollte Schule verstärkt erzieherisch einwirken, wieder vermehrt Grundwerte diskutieren, sowie auf Charakter- und Herzensbildung hinwirken, die sich allerdings aus Gemeinschaftsprozessen ergeben sollte. Orientierungswerte sind laut Grundgesetz vor allem das Grundrecht auf die freie Entfaltung der Persönlichkeit, sowie die Forderung nach individueller Chancengleichheit. Diese erziehungsrelevanten Normensäulen des Grundgesetzes legen dem schulischen Erziehungsauftrag eine das Elternrecht ergänzende und dienende Funktion bei. Die Schule hat sich in den Dienst der Eltern und - mit zunehmender Mündigkeit - auch des Schülers selbst zu stellen, um sein individuelles Recht auf Selbstentfaltung zu unterstützen. Statt Kontrolle auszuüben sollte mehr Beratung und Lotsenhilfe angeboten werden.

Die Mindestkompetenz die ein Schüler für eine angemessene Lebensführung in der heutigen Gegenwart braucht ist: Er muss mit der Vielfalt und dem Widerstreit der Werte leben können, mit anderen Menschen in ihren kleineren und größeren Gemeinschaften im Alltag, in der Gesellschaft und im globalen Rahmen ihres Zusammenlebens der Gesellschaften friedlich zusammen leben können, er muss arbeiten können, sich als Bürger politisch beteiligen können, seine eigenen Lebensformen finden können, sich selbst entfalten und ausdrücken können, sich als „Laie" in der durch Wissenschaft und Experten bestimmten Welt orientieren und sie lebenspraktisch bewältigen können, mit der Technik leben können, mit der eigenen Endlichkeit und Verletzlichkeit umgehen können, mit den persönlichen und gesetzten Begrenzungen, der Religion und dem Glauben leben können. Er muss also mit dem eigenen Leben in seinen Grenzen und Möglichkeiten umgehen können. So etwas kann ausschließlich in gelebter Gemeinschaft gelernt werden.

Mit einer Erziehung zur Leistungsfähigkeit und zu sozialem Miteinander unterstützt die Schule die Persönlichkeitsentfaltung des Schülers und erweitert dessen individuellen Entfaltungsraum auch im Sinne individueller Entfaltung der Persönlichkeit und im Sinne gemeinschaftsorientierter Erziehung.

Angesichts des Zusammenbruchs der alltäglichen Konventionen und Gewohnheiten sind (zukünftige) Erwachsene heute gefordert als Gestalter ihres eigenen Lebens, gewissermaßen als Künstler ihrer selbst. Darin liegt die zentrale pädagogische Herausforderung der Gegenwart - und nicht in der albernen Frage, danach, ob sie sich in der Schule ein bisschen mehr oder ein bisschen weniger Mathematik angeeignet haben. Allgemeinbildung kann man heute übersetzen als aktive Teilhabefähigkeit in den verschiedenen Lebensbereichen. Erworben wird diese durch praktische und symbolische Teilhabe. Es ist nicht nur für die Zukunft unseres Bildungssystems, sondern für die Gesellschaft insgesamt entscheidend, Bildung auf Lebensbewältigung im Ganzen zu beziehen und dabei die Aufmerksamkeit insbesondere auf die Kunst eines erfreulichen Zusammenlebens zu richten.

Nicht zuletzt deswegen kommt es für die praktische Pädagogik entscheidend darauf an, Jugendliche nicht nur auf ihre spätere Existenz als Erwachsene und die erwachsene Teilhabe an den wesentlichen gesellschaftlichen Feldern von Arbeit, Politik, Kultur, Wissenschaft und Religion vorzubereiten, sondern ihnen schon in der Gegenwart soweit wie möglich aktive Teilhabemöglichkeiten zu erschließen. Denn allgemeine Menschenbildung hat nur dann eine Chance, wenn sie als alltägliches Prinzip verstanden und gelebt wird und zur Zivilisierung und Kultivierung des Alltags beiträgt - auch, aber keineswegs nur,- in den Bildungsinstitutionen.

Menschen erziehen ihren Nachwuchs nicht nur, sie denken über ihr erzieherisches Handeln auch laut nach, und sie reden darüber- jedenfalls dann, wenn ihnen ihre Lebensumstände dafür Raum und Möglichkeiten bieten.

Erziehung geht davon aus, dass ein Einzelner eine in sich „geschlossene" Persönlichkeit entwickeln kann, die zugleich ästhetischen und moralischen Ansprüchen genügt und dass sie ihn beim bestmöglichen Ausschöpfen der je eigenen Möglichkeiten unterstützen kann. Individualität ist ihrem Wesen nach unveränderbar und unwandelbar. Sie entzieht sich jedem analytisch zergliederndem Zugriff. Wer andere bilden möchte, muss auf diese ihre Individualität unvermeidbar Rücksicht nehmen, er hat die Eigentümlichkeiten ihrer Individualität aufzusuchen und denselben mit strenger Anhänglichkeit treu zu bleiben. Sowohl die dem Menschen eigene Kraft, wie seine sich aus der Kraft resultierende Individualität brauchen ein Gegenüber: „Da jedoch die bloße Kraft einen Gegenstand braucht, an dem sie sich üben, und die bloße Form, der reine Gedanke, einen Stoff, in dem sie sich darin ausprägend, fortdauern könne, so bedarf auch der Mensch einer Welt außer sich" ( Alexander von Humboldt).

Im Dialog und in der Begegnung bildet sich Sprache. Durch die Sprache gewinnt der Mensch Subjektivität und gesellschaftliche Objektivität zugleich. Alles, was er sich vorstellt, kann er in Sprache ausdrücken und anderen verständlich machen. Genauso kann er im Außen Gesprochenes vernehmen. Im gegenseitigen sich verständlich machen und verstehen, fängt er an sich selbst zu verstehen. Das eigene Wort braucht Resonanz, Wiedertönen, um tatsächlich in der Welt Platz zu finden. Das Pädagogische Handeln sollte auf die Versöhnung von Individualität und Identität angelegt sein. Wer andere bilden will, tut dies am besten, indem er sich selbst bildet. Bildung funktioniert auf merkwürdig selbstbezogene Weise in paradox ineinander geschachtelten Spiegelungen von Welt und Menschen. Die Bildung, die das Gymnasium durchschnittlicher Weise vermittelt, lässt leider Aufklärung, Kritik- und Urteilsfähigkeit als wünschenswerte Ziele nicht selten fehlen. Stattdessen fördert sie eher den Bildungsbürger: mit festen, klaren Sätzen, Schablonen und in der Vergangenheit erworbenen Erkenntnissen, - jetzt als scheinbar feststehende Gesetze unter dem Arm. Scheuklappen bilden sich nach links und rechts, Engstirnigkeit im Kopf, Angepasstheit und Bequemlichkeitsgeist als Förderer von eingleisigen Lernbahnen sind auf der Tagesordnung. Immer wieder wird der Bildungsbegriff korrumpiert und für andere Zwecke missbraucht, die der Gleichschaltung, der Einebnung von Individualitäten dient.

Vielleicht sollte man die Frage der Bildung näher heranrücken an die Frage nach dem Leben. Denn bei allem Lebendigen wird eines klar: es lässt sich nicht ausrechnen und verwalten. Sondern es bricht sich Bahn und geht seinen Weg. Wege entstehen beim Gehen, wie es so schön heißt. Zur Bildung gehört unbedingt die Frage nach dem guten Leben. Erziehung ist nichts anderes als professionelle Lebensbegleitung.

Politisches Handeln kann freiere Spielräume schaffen. Pädagogisches Handeln, kann Individuen so bilden, dass ihr Handeln andere als die schon bestehenden institutionellen Strukturen hervorbringt. Erwachsene und Jugendliche lassen sich bilden, weil sie ihr Leben verbessern wollen und bereichern möchten, weil sie auch noch unter dem Druck selbst gesetzter Qualifikationsanforderungen ihrem Leben eine Wendung geben wollen, die vor dem Ganzen ihrer Existenz bestehen können soll.

Moralisches Wissen und moralische Motivation entstehen in den Verdichtungsmomenten wechselseitiger und mehr oder weniger einfühlsamer Beziehungen. Sie entstehen vor dem Hintergrund bedeutsamer, affektiver, intimer Beziehungen zwischen Gleichaltrigen. Diese gelebten und gefühlt erfahrenen Beziehungen verhelfen ihnen sowohl zu einem reinen Konzept der eigenen wie auch der anderen Person, als auch zu der damit einhergehenden Fähigkeit der Einfühlung in andere Nächste. Die sozialisierende Funktion von Freundschaften muss und soll deshalb unbedingt als Bildungselement Platz finden. Der Bildungsraum sollte so angelegt sein, dass er unterstützend wirkt im Hinblick auf die Ausprägung von Persönlichkeit. Unter Persönlichkeit verstehe ich die Kompetenzen, die ein Subjekt sprach- und handlungsfähig machen, also befähigen, an Verständigungsprozessen teilzunehmen und die eigene Identität zu behaupten. Ich gehe davon aus, dass ein gutes Gemeinwesen elementar auf das Engagement, die Verantwortung und die Teilhabe seiner Mitglieder an den übergreifenden gesellschaftlichen Fragen und Werten angewiesen ist. Ohne eine Beteiligung der Mitglieder an den gemeinschaftstragenden Gütern, Werten und Entscheidungen wird das soziale Band brüchig und es zerfällt der Gemeinschaftssinn. Ohne eine Grundübereinstimmung an geteilten Werten und allgemein anerkannten, moralischen Normen ist der Zusammenhalt einer Gemeinschaft auf Dauer gefährdet. Die Mitglieder einer Gesellschaft/Gemeinschaft müssen daher an den allgemeinen, gesellschaftlichen Werten teilhaben, und sie müssen die Möglichkeit haben, sich auch an den moralischen Diskursen über diese Werte und ihre Umsetzung beteiligen zu können. Moralische und soziale Lernprozesse können stimuliert werden. Hierfür braucht es allerdings Gelegenheiten zur Perspektivübernahme und zur Übernahme von Verantwortung. Die Schule als Sozialraum ist hierfür der richtige Platz. Entscheidend sind nicht die demokratisch herbei geführten Lösungen, sondern die damit verbundenen diskursiven Prozesse und Begründungsmodi, die Gelegenheit zur Perspektivenübernahme bieten.

Versuchen wir doch einmal den Bildungsvermittler, also den Lehrer, im weitesten Sinne als Kulturvermittler zu verstehen. Und versuchen wir zu begreifen, dass das Lernen mit ihm - aus Sicht der Schüler genau dann greift, wenn er sich als Aufführender kulturellen Handelns versteht. Die Lernsituation, soll sie vom Schüler genutzt werden, kommt nicht umhin, einen Ereignischarakter zu entwickeln.

Gelingt es, Lernen als gemeinsam inszenierten Lernprozess zu gestalten, haben wir sofort ein Vielfaches an Aufmerksamkeitsleistung im Raum, und das nicht nur auf Seiten der Lernenden, sondern auch auf Seiten des Bildungsvermittlers, der in diesem beschriebenen Rahmen ebenfalls Lernender bleibt. In diesem Setting spielen natürlich die Individualitäten der Handelnden eine größere Rolle, wie im traditionellen Überformungskontext. Hier werden deshalb eindeutig die Grenzen der Voraussehbarkeit und Planbarkeit sozialen Handelns sichtbar. Sinnliche und kontextuelle Bedingungen des gemeinsamen „Lernhandelns" sind also sehr viel bedeutungsschwerer, wie in den letzten Jahrzehnten angenommen.

Die Einmaligkeit des Handelns wird durch gesellschaftliche und kulturelle Muster ermöglicht. Handeln wird hier als Nachahmung, Teilnahme und kreativer (Um-)Gestaltung kultureller Praktiken begriffen. Soziale Darstellungen und Modelle haben ganz einfach Orientierungscharakter. Der Handelnde inszeniert sein Tun und sich selbst. Dabei bringt er sich in seinen Handlungen in Erscheinung. Er erzeugt Bilder seines Handelns und seiner selbst in Form sinnlich-körperlicher Repräsentation für die Erinnerungs- und Vorstellungswelt seiner Mitmenschen.

Der Lernraum ist zwar ein ständig in anderer Form wiederkehrender und beständiger, andererseits aber immer neu: ein einmaliges und zeitlich begrenztes Ereignis.

Im Alltag der Schulen finden nicht nur in offiziellen Lernprozessen viele Inszenierungen und Aufführungen sozialer Situationen statt, in denen Menschen zum Ausdruck bringen, wie sie gesehen werden wollen und welche Rolle sie in der Gemeinschaft einnehmen wollen. Beim Lernen vollziehen wir mit Hilfe sprachlicher Äußerungen Handlungen. Äußerungen können glücken oder missglücken, sie können rückblickend zusammenfassen, bereits erworbenes Wissen darstellen oder sie können aber auch zukünftige Potenziale oder Möglichkeiten in der Darstellung des Gesamtzusammenhangs aufschließen und neugierig machen bzw. Tatkräfte zur Erschließung dieser Zukunftspotenziale werden. Dies wäre gleichbedeutend mit einem in der Gemeinschaft verankerten, selbst verantworteten Lernen, das die Sicherheit und die Ermutigung hat, dass das eigene Tun mithilft, die eigene Kultur weiter zu performieren und zu transformieren.

In dieser Art offener Lernprozesse kommt es zu einer nachahmenden Veränderung und Gestaltung des bereits Vorhandenen. Hier liegt die Chance, das innovative und kreative Moment offener Lernprozesse mit ins „Bildungsboot" zu holen. Echtes Lernen, exploratives Lernen, das sich aus der situativen Kommunikation selbst entwickelt, wird nicht gespeist durch das Aufrechterhalten des Kanons von Beständigkeit, sondern erfährt Nahrung durch den sinnvollen, sich ereignenden Bruch mit dem Kontext. Unterricht so verstanden ist Aufführung und Durchführung von Wirklichkeit. Der Klassenraum wird zur Bühne. Es findet in Echtzeit Bildungsperformance statt. Erziehung ist eine Gabe. Erziehung ist ein überraschendes, sich aus der Zeit, der Verfügbarkeit und der Herstellbarkeit entwickelndes Ereignis. Der Bildungsvermittler gibt nur dann Erziehung und Bildung, wenn er nichts zurückverlangt und seine Maßnahmen vergisst, sodass der zu Erziehende bzw. zum Lernen Anzuregende die zum sich selbstvollziehenden Bildungsprozess notwendige Freiheit gewinnt. Die Prozessualität der pädagogischen Situation vollzieht sich jenseits bzw. unterhalb jeglicher auch der professionellen Intentionalität. Mit der Erfüllung des Zieles, in den pädagogischen Institutionen dem Einzelnen ein „Eigensein" zu ermöglichen, wird ihm auch ein Instrument zur Verfügung gestellt, mit dessen Hilfe Kritik möglich ist, Alternativen gedacht werden können und Veränderungen angestoßen werden können. Den Unterricht vollziehen statt vorgeben. Unterricht nicht als Vortrag, sondern als zur Dialektik einladende Handlung. Performativer Unterricht zeigt sich im praktischen gemeinsamen Vollzug. Er führt sich selbst auf und wird dadurch zur einmaligen Aufführung, ähnlich der Theateraufführung, die sich für die Schauspeiler im eigenen Erleben niemals zweimal auf die gleiche Weise präsentiert, auch wenn sie den gleichen Worttext zur Aufführung bringen. Klingt das nicht spannend und aufregend zugleich? Können Sie sich vorstellen, dass Schüler bei einem solcherart gestalteten Lernprozess einschlafen könnten? - Wenn das Wissen durch gemeinsames Handeln und persönliches Ringen um die Sache in Erscheinung tritt und nicht mehr eingetrichtert wird. Dieser Prozess ist eng verbunden mit Körperlichkeit, Berührung, Bewegung und Ausstrahlung. Dahinter verbergen sich Suchbewegungen des Antwortfindens und präzisierendes Selbstdeuten, wie auch ein kommunikatives Wirken. „Die TUN-Wörter" sich bewegen, sich verhalten, agieren, interagieren zeigen die kommunikativen Elemente des performativen Unterrichtsgeschehens noch einmal greifbar auf. Der Lehrer unterrichtet nicht selten gegen eine Nichtaufmerksamkeit von weit über 70%. Wenn man über den Dienst an den Unterrichtsinhalten hinaus keine gemeinsamen Werte verfolgt, auf die man sich verständigt hat, ist dies aber auch kein Wunder. Worum soll der Jugendliche mit dem Lehrer aktiv ringen? Worin besteht der Sinn des Geschehens, zu dem der junge Mensch eingeladen werden soll? Womit wäre er zu gewinnen? Was bräuchte es, damit Rituale der Begegnung und der aktiven Auseinandersetzung die Nichtkommunikation ablösen können?

Die konventionelle Vorlage legt bestimmte abrufbare Handlungsbereitschaften nahe. Schule setzt einen Rahmen, jede Handlung hat einen Anfang und ein Ende. Es kann geschehen, dass aus der Wiedergabe konventioneller Formen, nicht konventionelle Formen resultieren. Hierfür braucht es aber initiative Impulse durch Schüler und Lehrer. Diese Änderung einer scheinbar beständigen Liturgie beruht auf der Möglichkeit, dass eine Form mit dem ursprünglichen Kontext brechen kann, und Bedeutungen und Funktionen annehmen kann, für die sie niemals bestimmt war. Ich wünsche Lehrern und Schülern den Mut, Unterricht, Unterrichtsgestaltung, Unterrichtsprozesse, Unterrichtsinhalte neu zu formen und ihnen eine Dimension des Subjektiven hinzuzufügen, die dazu führt, dass Lernen wieder Spaß macht, zur Anstrengung bis an die Leistungsgrenze verführt und man sich beim Lernen wieder miteinander verbindet.

Aus meiner verkürzt dargestellten Ist-Analyse ziehe ich den Schluss, es braucht heute anstelle von Belehrt-Werden ein bildendes Lernen, das das Lernen als aktiven selbst organisierten Prozess versteht. Soll das Lernen zum Weltverstehen, zum Selbstverstehen und zur Weltgestaltung beitragen, darf es nicht nur aus verpflichtend zu lernenden (exemplarischen) Lernstoffen bestehen. Vielmehr müssen die Schüler in der Schule angemessen Zeit und Gelegenheit bekommen, um sich selbst mit ihren Interessen und Fragen, ihrer Neugier und ihren Problemen einzubringen. Dazu benötigen sie curriculare Freiräume, Situationen und Anlässe, Anregungen und wählbare Lernangebote, um sich dabei und daran bilden zu können.

Das spezifische Merkmal des menschlichen Lernens ist die Bedeutsamkeit des zu Lernenden für den Menschen selbst. Er will den Sinn des Lerninhalts wissen und verstehen, sei es, dass er ihn selbsttätig entdeckt ( d.h. Konstruktion von Erfahrungen, Selbsterfahrung), sei es dass er sich verstehend den Sinn nachbildet, den andere dem Lerninhalt gegeben haben (d.h. Rekonstruktion von Erfahrungen anderer, Übernahme von Fremderfahrungen), sei es dass er auf Veranlassung von Sachverhalten oder Menschen seine Wissensbestände und Einstellungen modifiziert (d.h. Dekonstruktion eigener Erfahrungen). Der Mensch lernt also entweder sinnvoll entdeckend oder sinnvoll rezeptiv.

Der Mensch muss heute Bildung als bewusste Form der Selbstbildung annehmen und die volle Verantwortung übernehmen, auch wenn er einen Mentor oder modern gesagt, einen ‚Instrukteur' oder einen „Lernbegleiter" an der Seite hat. Er muss mit formulieren helfen, welche Form von Lernräumen er jetzt gerade braucht und diese dann auch mitgestalten bzw. sich mit größtmöglicher Intention in vorbereitete Lernräume einbringen. Aus meiner Sicht ist es zwingend erforderlich, dass sich Schule, Schulleitung, Lehrerkollegien, (Sozial)Pädagogen, Eltern und Schüler auf die erforderliche neue Qualität des Lernens verständigen, die auf die Anforderung des lebenslangen Lernens und des zukunftsgerichteten kreativen Umgangs mit Wissen vorbereitet, und sie müssen sich auf ihre neuen Rollen und Verantwortlichkeiten in diesem neu definierten Lernarrangement gemeinsam verständigen.

Neben der Sicherung von grundlegenden Kenntnis- und Wissensbeständen über einen verpflichtenden Bildungskanon, der sich aus der Sicht des heutigen Weltbildes und heutiger Wertvorstellungen ergibt, muss gleichgewichtig die Fähigkeit zur Modellierung von zukünftiger Wirklichkeit und zum methodisch kompetenten, selbstständigen Aufbau von Architekturmustern für Wissenschaft, Gesellschaft und Lebenszusammenhänge treten.

 

 

Joachim Armbrust, Diplomsozialpädagoge und heilkundlicher Psychotherapeut mit eigener Praxis in Schwäbisch Hall.

 

Vertiefte Auseinandersetzung ermöglicht das vom oben genannten Autor geschriebene Buch

„Jugendliche begleiten - Was Pädagogen wissen sollten"

erschienen im Verlag Vandenhoeck und Ruprecht, im März 2011

 

 

Joachim Armbrust

Jugendliche begleiten

Was Pädagogen wissen sollten

Verlag Vandenhoeck & Ruprecht

März 2011

Ca. 144 Seiten

12.95 €

ISBN 978-3-525-70121-8

Mit einem Vorwort von Prof. Dr. Klaus Hurrelmann

 

Joachim Armbrust

Praxis für Psychotherapie, Paartherapie, Supervision,

Coaching, Mediation und Prozessgestaltung

Mauerstraße 2

74523 Schwäbisch Hall

Tel.: 0791/71552

E-Mal: joachim.armbrust@t-online.de

URL: http://www.Punkt-Genau-Seminare.de

 

 

 

 

 

 

  Mag. Doris Getreuer

Die Doris'sche Homoempathie

Ich bin ich - ist das normal?

Nein, normal gibt's nicht!

Jedem, das Seine und das ist nicht das Gleiche!

Jeden in seiner Einzigartigkeit, mit seinen besonderen

Begabungen erkennen, und schätzen - einsetzen!

Es gibt so viele Schätze auf dieser Welt, sie sind nicht alle

gleich und doch gleich wertvoll!

Nicht besser wissen - sich in die Welt des anderen einladen

lassen und zu-hören!

Zuhören, zusehen und Entzücken finden am anderen, der

Natur und der Welt!

Das Wunder in jedem Menschen, nicht nur in den

SchülerInnen, erkennen! ;-)

Offen sein und bereit zur Aufnahme neuer Sicht-Weisen und

lernen in jedem Augenblick - von Kindern, SchülerInnen ...

Mitmenschen!

Sich selbst als Schatz sehen! Sich selbst erkennen! Sich selbst,

für die Gedanken, die andere klein machen und die das Selbst

klein machen, vergeben! Sich selbst als das Wunder sehen,

das man ist! Sich zur Verfügung stellen!

Unterstützen im Werden des Seins und im Lernen lassen!

Beziehung schaffen, denn das, was zieht, ist die Liebe - der

fruchtbare Boden allen Lernens!

Lieben!

Doris Getreuer

Neue Lehrer

 

Christiane Warcup zum Thema LEHRER/INNEN

 

Mein Angebot an LehrerInnen:

 

Doris Getreuer