Vision

In meiner Welt der Reformpädagogik wird die Einzigartigkeit jedes Menschen nicht mit einer anderen Einzigartigkeit verglichen, weil es keinen Sinn macht. Es gibt keine Noten, die den Wert eines Menschen definieren. Jeder Mensch will dort das Beste aus dem, was er kann, machen und ist wissbegierig. Jeder Mensch ist wertvoll.

Auch in dieser Welt ist es ganz natürlich Fehler zu machen. Es gibt dort keinen einzigen Menschen, der keine Fehler macht. Fehler sind deshalb etwas Wertvolles, da sie die Menschen zu neuen Erkenntnissen führen.

Auch dort gibt es LehrerInnen. Sie lehren Kinder, aber nicht, weil sie glauben, sie seien wertvoller, weiser oder machtvoller, sondern weil sie auch auf der Suche nach Erkenntnis sind. Der/Die LehrerIn ist befugt, SchülerInnen zu begleiten, weil er schon länger sucht. Übung im Suchen und Finden und Erfahrung in Beziehungen sind die besonderen Qualitätsmerkmale für Erziehende. Die Beziehung zwischen LehrerIn und SchülerIn basiert auf der gemeinsamen Suche nach Weiterentwicklung. Jeder weiß: Ich bin o.k., so wie ich bin und du bist o.k., so wie du bist. Es gibt keine schlechten oder dummen Menschen. Einzig ihre Handlungen können nicht in Ordnung sein.

Aufgrund der Einzigartigkeit jedes Menschen braucht jeder/e SchülerIn seine Zeit, um begreifen zu können. Deshalb gibt man ihm/ihr auch Zeit. Menschen lernen voneinander und miteinander, deshalb suchen sie sich auch ihre Partner selbst aus, mit denen sie sich gut verstehen und Freude am Lernen haben.

Aber auch Spaß und Motivation ist sehr wichtig beim Lernen. Deshalb zählt das Angebot. Aus einer Auswahl von Lerninhalten wählen die SchülerInnen ihr Lernthema, an dem sie dann arbeiten dürfen, solange sie es brauchen. Es wird viel experimentiert und geforscht. Sie gehen dazu viel in die Natur und beschäftigen sich auch mit den Berufen und dem Leben der Erwachsenen.

Das ist meine Welt der Reformpädagogik!